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Donnerstag, 1. Dezember 2011

Wahlgeschenke für die Unterstützer?

Wahlkampfzeiten sind immer aufregend, aber kaum derart abstrus wie dieses Jahr. Nun mischt sich auch das Präsidium massiv in den Wahlkampf ein: Herr Spoun und Herr Keller machen deutlich, mit welcher Liste (die sowohl für das Studierendenparlament, den Fakultätsrat, wie für den Senat antritt) sie vorrangig zusammen arbeiten möchten.

Heute verschickte das Präsidium folgende Nachricht:

Liebe Studierende,
liebe Kolleginnen und Kollegen,

schon länger ist bekannt, dass es auf dem Campus an einem vielseitigeren Café-Angebot mangelt. Es fehlt derzeit an Bereichen, die zum Verweilen einladen und an weiteren Möglichkeiten, in gemütlicher Atmosphäre und zu günstigen Preisen Kaffee, Kuchen und Snacks zu genießen.

Da sich diese Situation erst mit der Fertigstellung des Zentralgebäudes 2014 ändern würde, ist auf Initiative der Fachschaft Business, Economics & Management die Idee entstanden, in der Mensa eine zusätzliche Cafeteria einzurichten. Hierzu haben in den letzten Wochen Gespräche zwischen Hochschulleitung und Studentenwerk Ostniedersachsen stattgefunden. Wir freuen uns sehr, Sie bereits frühzeitig über ein erstes Ergebnis dieser Planungen informieren zu können. Eine Konzeptskizze finden Sie im Anhang.

Die Überlegungen sehen vor, eine Cafeteria im vorderen Bereich der Mensa neu einzurichten. In dieser Cafeteria sollen Frühstück, Mittagessen (Bio-Mensa), Abendessen sowie durchgängig eine erweiterte Auswahl z.B. an Snacks, Getränken, Kaffeespezialitäten und Obst angeboten werden. Die Öffnungszeiten sollen verlängert werden; vorgesehen ist ein durchgehender Betrieb im Zeitraum von 8 bis 20 Uhr, je nach Bedarf ggf. sogar bis 21 Uhr.

Die Gestaltung der Cafeteria sieht einen gemütlichen Lounge-Bereich an der vorderen und der seitlichen Fensterfront der Mensa vor. In diesem Bereich sollen großzügige Sitzgelegenheiten mit Sofas und Lounge-Tischen entstehen. In der Mitte der Cafeteria wären Tische mit Einzelstühlen vorgesehen. Insgesamt sollen 74 Sitzplätze geschaffen werden.

Die Cafeteria selbst soll mit einer Multifunktionstheke ausgestattet werden, die je nach Bedarf als Bar- oder als Speiseausgabe verwendet werden kann. Nach derzeitigem Planungsstand würde die Cafeteria die bisherigen Ausgabestellen der Bio-Mensa und der Abend-Mensa ersetzen. Als Ausstattung ist u.a. eine neue, professionelle Siebträgerkaffeemaschine vorgesehen. Damit kann eine deutliche Verbesserung des Kaffeeangebotes in der Mensa zu günstigen Preisen erreicht werden. Die Preisgestaltung soll sich an den üblichen Preisen des Studentenwerks orientieren.

Das Präsidium hat sich bereits dafür ausgesprochen, den vorliegenden Konzeptentwurf weiterzuentwickeln und in die Planungen der Campusentwicklung zu integrieren. In den nächsten Wochen finden daher weitere Gespräche statt, um die inhaltliche und bauliche Planung weiter auszugestalten. Das Präsidium möchte alle Universitätsmitglieder einladen, ihre Meinungen und Ideen einzubringen. Anmerkungen, Wünsche und Hinweise zu den Planungen können Sie gerne an Herrn Müller in der Stabsstelle Campusentwicklung richten (thomas.mueller@leuphana.de).

Über eine erfolgreiche Umsetzung der neuen Cafeteria – ggf. schon zum nächsten Frühjahr – freuen wir uns.

Mit herzlichen Grüßen
Sascha Spoun
Holm Keller

Konzept Cafeteria: http://myshare.leuphana.de/380548c3b2ee26586fced0aba31fec81
Verantwortlich für diesen Newsletter: Hochschulleitung

Da tauscht zunächst die Universität in einer Nacht- und Nebelaktion die Schlösser der AStA-Räume aus, weil sie erfahren, dass Studierende einen Freiraum öffnen wollen auch mit der Option, dort Getränke anzubieten. Nun positioniert sich das Präsidium erneut als diejenigen, die neuen Raum schaffen möchten und eröffnet sogar ein eigenes Cafè. Nicht vergessen werden darf hier, dass die Mensa in der Mittagszeit bereits jetzt vollständig belegt und auch außerhalb der Stoßzeiten oft als Lese- und Lernraum wahrgenommen wird. Auch mit Sofas und neuer Einteilung wird die Mensa weder größer, noch anderweitig neue Fläche geschaffen.

Aus dem Brief geht hervor, dass die Gremien der Verfassten Studierendenschaft, die nicht bestimmte Studiengänge, sondern alle Studierenden vertreten - Studierendenparlament und AStA - vom Präsidium nicht beteiligt wurden. Offensichtlich hat auch die Fachschaft Business, Economics & Management eine solche gemeinsame Initiative von Studierenden und Präsidium nicht in das Studierendenparlament getragen (obwohl sie als Liste im Parlament vertreten sind). Die Detailplanung, die bereits vorgenommen wurden, macht deutlich, dass weitere Partizipationsmöglichkeiten nicht vorgesehen sind. Angesichts dieses Arbeitsstandes mutet es sehr unpassend an, dass die Fachschaft Business, Economics & Management heute auf dem studentischen Markt der Möglichkeiten Fragebögen zu einem solchen Cafè verteilt hat, die den Eindruck suggerieren, hier sei es noch möglich, über Grundsätze mit zu entscheiden.

Interessant ist auch die (Nicht)-Rolle des Studentenwerkes, immerhin hat es die Hoheit über die Mensa inne und soll nun einem Cafè weichen. Als Holm Keller das letzte Mal im Zusammenhang mit dem Zentralgebäude von einem solchen Cafè sprach, war dies dem Studentenwerk nicht bekannt. Damals wurden Pläne öffentlich, die die Essensversorgung im Zentralgebäude betrafen. Auch hier war von 100% Bio die Rede und von studentischen Räumen. Bereits damals war das Studentenwerk nicht beteiligt worden, nun geht es ihnen auch noch an die eigenen Räume.

LeuphanaWatch denkt:
Lässt sich die Fachgruppe Business, Economics & Management vom Präsidium für eine alte Idee instrumentalisieren, um dieser den Anschein studentischer Legitimation zu geben? Das Präsidium arbeitet mit ihrem Vorgehen gezielt an der Spaltung und Polarisierung der Studierenden. Dass eine einzelne Fachschaft jetzt der vorrangige Ansprechpartner für das Präsidium wird, zeigt, dass sich Spoun und Keller im Wahlkampf klar positionieren möchten. Die Fachschaft Business, Economics & Management hingegen scheinen sich nicht dafür zu schade zu sein, sich vom Präsidium nach Belieben instrumentalisieren zu lassen (bereits eindrücklich bewiesen bei der Aktion "Spoun4President"). Dass sie dabei den Kodex verletzen, bei Angelegenheiten, die alle betreffen, auch alle (Studierende, Mitarbeitende etc.) mit ein zu beziehen, stört sie dabei nicht.

Donnerstag, 19. Mai 2011

Studentenwerk hat neuen Namen

Das Studentenwerk Braunschweig hat ab morgen einen neuen Namen: Studentenwerk OstNiedersachsen!

Einfach, schnörkellos, zutreffend. Neben Braunschweig betreut das Studentenwerk inzwischen Hochschulen an vielen anderen Standorten, darunter auch in Lüneburg. Alle liegen sie im östlichen Niedersachsen. Das ist gleichzeitig die offizielle Begründung für den Namenswechsel.

Die Webseite des Studentenwerks ist ab morgen über die Adresse www.stw-on.de zu erreichen.

LeuphanaWatch ist skeptisch: Laut dem derzeitigen Präsidenten Sascha Spoun ist der neue Name gar kein Name, sondern eine Funktionsbezeichnung - wenn man die Argumentation bei der Leuphanisierung analog anwenden darf. Deshalb ruft LeuphanaWatch einen Namenswettbewerb aus:

Wer visioniert den bescheuertsten Namen für unser Studentenwerk?