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Samstag, 29. Oktober 2011

Neues von ASTA-Copy bzw. PlanB

Eine wahre Stellungnahmenflut ging in den letzten Stunden durch die eMailverteiler unserer Hochschule. Eine Dokumentation:

Hochschulleitung:
Liebe Studierende, liebe Universitätsmitglieder,

wir freuen uns, Ihnen heute mitteilen zu können, dass die Hochschulleitung nach einstimmigem Beschluss bzw. nach entsprechender Initiative des Studierendenparlaments eine Kompromisslösung bzgl. der Nutzung der ehemaligen Räume von AStA-Copy in Gebäude 9 anbieten kann. Vorgestern hatte sich herausgestellt, dass in diesen Räumen ohne Genehmigung durch das Gebäudemanagement der Universität und sogar entgegen expliziter Absprachen eine studentische Projektgruppe das "PlanB" - zunächst als studentisches Café, später als studentischer Freiraum bezeichnet - eingerichtet hat und in dieser Woche eröffnen wollte. Das Gebäudemanagement hatte daraufhin zur Klärung der Situation zunächst eine Sperrung der Räume veranlasst.

Mit der gefundenen Lösung erhalten die Studierenden an der Leuphana die Möglichkeit, schon lange gewünschte zusätzliche Räume für studentische Nutzungen, z.B. als Arbeits- und Aufenthaltsräume bzw. als Freiraum für studentische Initiativen nutzen zu können. Am Campus stehen damit zukünftig insgesamt rund 500 qm Bürofläche nur für rein studentische Aktivitäten und Initiativen zur Verfügung - das entspricht insgesamt fast einer ganzen Etage eines der typischen Gebäude auf dem Campus.

Konkret sieht die gefundene Lösung folgenden Vorschlag vor:
1. Das Studierendenparlament hat sich für die Verbesserung bzw. die Einrichtung zusätzlicher Caféangebote auf dem Campus ausgesprochen. Die Hochschulleitung hat zugesagt, diese Bemühungen zu unterstützen und zeitnah entsprechende Gespräche und Überlegungen zu initiieren.
2. Die Hochschulleitung hat zugesagt, dass das Studierendenparlament einen der ehemaligen AStA-Copy-Räume in Gebäude 9 (9.101) zunächst als Pilotprojekt bis zum 31.12.2011 für einen studentischen "Freiraum" durch die Projektgruppe des Projektes "PlanB" nutzen kann. Der Raum kann z.B. als Arbeits-, Aufenthalts- oder Projektraum genutzt werden, lediglich eine Nutzung für einen Cafébetrieb ist ohne die dafür notwendigen Genehmigungen leider nicht möglich. Diese Pilotphase soll im Dezember gemeinsam evaluiert werden. Bei positivem Ergebnis der Evaluation besteht die Möglichkeit, den Raum in Gebäude 9 bis auf weiteres weiter zu nutzen. Nach Ablauf der Pilotphase soll die Projektgruppe in eine "gefasste" Verantwortung übergehen, z.B. im Rahmen einer studentischen Initiative unter dem Dach des Dachverbandes der Studierendeninitiativen (D.S.I.).
3. Die Hochschulleitung sagt dem Studierendenparlament darüber hinaus zu, dass der zweite ehemalige AStA-Copy-Raum (9.118) als Erweiterungsfläche für studentische Initiativen (in Verantwortung des D.S.I. bzw. des Dachverbandes der politischen Initiativen D.P.I.) ab sofort bis auf weiteres genutzt werden kann.
4. Die Hochschulleitung behält sich im Gegenzug vor, die bisherigen Räumlichkeiten des Hochschulsports in Gebäude 3, die nach Fertigstellung eines bereits beschlossenen Erweiterungsbaus für den Hochschulsport (Halle 21) im Jahr 2012 bzw. 2013 frei werden, für andere Nutzungen einzuplanen. Bisher waren diese freiwerdenden Räume in Gebäude 3 als Erweiterungsfläche für studentische Initiativen vorgesehen. Diese Erweiterung kann nun bereits vorzeitig in Gebäude 9 realisiert werden.

Dieser Lösungsvorschlag liegt dem Studierendenparlament nun zu einer abschließenden Beratung vor. Wir danken dem StuPa ausdrücklich für seine konstruktive und vermittelnde Initiative, die in einem konkreten Konfliktfall zu einem guten Lösungsvorschlag geführt hat und darüber hinaus nach unserer Einschätzung auch langfristig zu einer für die Studierenden deutlich besseren räumlichen Situation führt.

Mit herzlichen Grüßen,
(Namen entfernt)
Studentenparlamentsvorsitz:
Liebe Studis und Interessierte,

Die Studierendenschaft und Universitätsleitung ziehen an einem Strang für
mehr Vielfalt an der Leuphana. Nach Gesprächen heute Morgen steht fest:
PlanB kann in den Probebetrieb gehen und die ehemaligen AStA-Copy Räume
bleiben den Studierenden erhalten.

Anfang dieser Woche traten Auseinandersetzungen um die Eröffnung eines
studentischen Freiraumes, auch fälschlicherweise als Café angekündigt, in
Gebäude Neun auf. Die Einladung zur Eröffnung wurde in Teilen der
Hochschulöffentlichkeit mit Verwunderung aufgenommen. Der Planungsprozess
für die Kaffee-Initiative ist nicht eindeutig kommuniziert worden, woraufhin
die Unileitung die Nutzung der Räume vorübergehend untersagt hat. Die
gestrige stark besuchte und leidenschaftliche Debatte im Stupa hat ergeben,
dass Fehler auf verschiedenen Seiten zu diesem Konflikt geführt haben. Heute
morgen haben sich Studierendenparlament (StuPa), AStA und die Projektgruppe
mit dem Präsidium getroffen um die Nutzung der Räume zu besprechen. Als
Ergebnis kann ein Probebetrieb für diesen Freiraum als PlanB bis Dezember
durchgeführt werden. Zum Start können verschlossene Getränke angeboten
werden. Da noch rechtlicher Klärungsbedarf besteht, können vorerst kein
Kaffee oder Tee angeboten werden. Am Ende der Pilotphase soll eine
Evaluation das Angebot bewerten und eine Verlängerung der Nutzung am Bedarf
ermöglicht werden. Die Etablierung eines Cafés wird jedoch weiterhin im Auge
behalten und Möglichkeiten ausgearbeitet. Das Präsidium zeigte sich von der
Arbeit und dem Engagement der Projektgruppe sehr beeindruckt. Das StuPa
fördert die Initiative weiterhin und ruft die Projektgruppe hiermit dazu
auf, die Arbeit an der Konzept-Ausarbeitung voranzutreiben. Die Räume sind
für weitere Umbauten wieder zugänglich. In der StuPa-Sitzung am kommenden
Mittwoch wird gemeinsam mit der Projektgruppe dann über den Eröffnungstermin
entschieden. Alle Studierenden sind hiermit aufgerufen sich an dem Projekt
zu beteiligen und herzlich eingeladen im Gebäude 9 im ersten Stock
vorbeizukommen.
Fachschaft BWL:
Liebe Kommilitonen,

Wir danken allen Listen des StuPas! Räume bleiben der Studierendenschaft erhalten!

Mit Einstimmigkeit hat sich das StuPa gestern für den Erhalt der ehemaligen Asta Copy-Räume für die Studierendenschaft ausgesprochen. Im Gegensatz zur üblichen Vorgehensweise des AStA und der Senatsliste „Eine Uni für Alle“, sich zuerst an die Presse zu wenden oder mit einer Klage zu drohen, hat sich das StuPa für den konstruktiven Weg entschieden, nämlich das Gespräch mit dem Präsidium gesucht.

Hier sieht man, dass das StuPa bei Einstimmigkeit aller Listen und dem ehrlichen Willen auf Verhandlung, konstruktiv und auf Augenhöhe mit dem Präsidium kommunizieren kann.

Das Ergebnis: Die Räume sind für die Studierenden gesichert! Es wurde eine klare Verbesserung für DSI und StuPa erreicht: Aus den ehemaligen Kopierräumen werden Freiräume für die Studierendenschaft und für Initiative(n) geschaffen.

Wir hoffen in diesem Sinne auch in Zukunft auf einen konstruktiven Umgang miteinander an unserer Leuphana Universität.

Wir blicken voraus auf die nächsten Wahlen und wünschen uns weiterhin ein so konstruktives, gut besuchtes und kommunikatives Studierendenparlament. So können wir für die Studierendenschaft viel erreichen vor allem, wenn wir alle an einem Strang ziehen. Ganz so, wie es das Motto unserer StuPa Liste „Gemeinsam mehr erreichen“ will!

Dank an alle, auch besonders das PlanB Team für die geleistete Arbeit und allen anderen vielen Dank für die Beteiligung an den Diskussionen und schließlich denen die damals bei der Befragung teilgenommen haben wie diese Räume weiter genutzt werden sollten. Denn das Feedback der Studierenden ist uns in diesem Prozess wichtig.

Wir wünschen uns für die Zukunft Alternative zum Angebot von Campus e.V. (Cafe 9) und freuen uns über alle Eure Vorschläge dazu!

Eure Liste „Fakultät Wirtschaft -3 Campi, eine Liste- Gemeinsam mehr erreichen.
StuPa-Liste G-a-Campus:
Liebe Hochschulöffentlichkeit,

wir begrüßen den heute erreichten Kompromiss, der die Weiterführung des Projekts PlanB ermöglicht. Ausdrücklich weisen wir darauf hin, dass dieses Ergebnis eine gemeinsame Anstrengung des StuPa (dies betrifft alle Listen und TeilnehmerInnen), dem AStA, der Projektgruppe und dem Präsidium gewesen ist. Wir wollen hiermit deutlich machen, wie sinnvoll eine gemeinsame und konstruktive Zusammenarbeit ist, um studentische Belange erfolgsversprechend umzusetzen.

Eure Grüne und Autofreie Liste im StuPa.
StuPa-Liste QuattroFAK:
Liebe Kommilitoninnen,

auch die Liste QuattroFAK begrüßt die vorläufige Einigung mit dem Präsidium und dankt dem Team von PlanB, dem AStA und dem StuPa-Vorsitz für die offenbar gelungene Verhandlung.

Dennoch darf nicht übersehen werden, dass nur eine vorläufige Lösung bis Dezember gefunden wurde. So ist die Raumnutzung bis Dezember natürlich ein wesentlicher Schritt in die richtige Richtung, nämlich des Dauerbetriebes von PlanB, eine 100%ige Garantie gibt es allerdings nicht.

Wir dürfen auch nicht die vollkommen unverhältnismäßige Reaktion seitens des Präsidiums vergessen, einfach kommentarlos die Schlösser auszutauschen und so die verfasste Studierendenschaft aus ihren eigenen Räumen auszusperren. Wir sehen zwar, dass eine Intervention seitens des Präsidiums auch ihre Berechtigung hatte, jedoch den Zeitpunkt und die Art und Weise der Aktion empfinden wir als äußerst aggressives und unangebrachtes Verhalten das weder einen Dialog zwischen Studierendenschaft und Präsidium noch die zukünftige Zusammenarbeit fördert.

Auch wenn unsere Liste ebenfalls das Gespräch mit dem Präsidium befürwortet hat, so hat das Ergebnis der Verhandlung nichts damit zu tun von der „üblichen Vorgehensweise des AStA und der Senatsliste „Eine Uni für Alle“, sich zuerst an die Presse zu wenden oder mit einer Klage zu drohen“ abzusehen. Hier sich selbst einen „Erfolg“ auf die Fahne schreiben zu wollen ist inhaltlich inkorrekt und liefert einen falschen Eindruck vom tatsächlichen Geschehen in der StuPa Sitzung. Die Presse war informiert und in der LZ erschien am 27.10.2011 ein Artikel zu dem Thema. Die von der Liste „Fakultät Wirtschaft -3 Campi, eine Liste“ getroffene Aussage, ist also vollkommen unsinnig.

Wir, die Liste QuattroFAK, hören aber jetzt nicht auf damit für den studentischen Freiraum an der Universität einzutreten. Wir werden uns nicht zurücklehnen und uns selbstzufrieden auf die Schulter klopfen, sondern die Entwicklungen in Sachen PlanB weiterhin scharf beobachten und notfalls einschreiten. Wir werden weiterhin für eine Vergrößerung des Studentischen Freiraumes und für ein reichhaltigeres Angebot für Studierende einsetzen. Besonders in einem Semester mit der bisher höchsten Zahl an Erstsemestern ist es keine Option studentischen Freiraum aufzugeben um für Büros Platz zu machen.
Wer sich mit QuattroFAK für mehr Freiraum für Engagement und Arbeit, sowie für eine zufriedenstellende Hochschulpolitik einsetzen möchte, ist herzlich zu unserem Infoabend zur neuen Listen- und Programmbildung am 1.11. um 18 Uhr im AStA-Wohnzimmer eingeladen
Die anderen sind zufrieden, wir fangen erst an!

Mit freundlichen Grüßen

QuattroFAK – Alles wird gut!
Kritisch dazu die Projektgruppe PlanB:
Anmerkung der Projektgruppe PlanB zu den gestrigen Stellungnahmen:

Alle brüsten sich mit PlanB: Die StuPa-Listen, die Unileitung. Dabei
sind es vor allem die vielen engagierten und motivierten Studis, die
PlanB konzipiert und gestaltet haben, die sich in Gesprächen mit Uni und
StuPa dafür eingesetzt haben, dass wir weitermachen können, auch
entgegen massiver Kritik und Ablehnung in den Reihen oben genannter
Institutionen. Auch wenn unsere Idee letztendlich überzeugt hat,
sprechen wir uns dagegen aus instrumentalisiert zu werden. Sowohl von
den einzelnen StuPa-Listen zum Wahlkampf als auch von der Uni für die
eigene PR. Wenn wir die seit Jahrzehnten studentisch verwalteten und
genutzten Räume behalten können ist es fragwürdig damit zu werben, dass
man die so lange von der Studierendenschaft geforderten Räume nun
endlich geschaffen hat.
Wir sehen uns weiterhin als eigenständige Projektgruppe, die weder vom
AStA noch vom StuPa oder der Uni bevormundet werden möchte, sondern
eigenverantwortliches Handeln befürwortet. Natürlich streben wir eine
produktive Kooperation mit allen genannten Institutionen an. Uns ist
bewusst, dass man gemeinsam handelnd am besten seine Ziele erreichen
kann. Daher wollen wir konsensorientiert arbeiten und unser Tun mit
allen Beteiligten kontinuierlich rückkoppeln und evaluieren.

In dem momentanen Stellungsnahmewahn droht unsere Initiative
unterzugehen. Es besteht die Gefahr, dass die großartige Motivation und
Begeisterung für das Projekt PlanB, die so viele Studis zusammengebracht
hat, gehemmt wird.

Daher bitten wir mit dieser Stellungnahme alle Beteiligten ihr Vorgehen
zu reflektieren, von weiteren Instrumentalisierungen jedweder Art
abzusehen.

Euer PlanB-Team

LeuphanaWatch denkt: Jeder wills gewesen sein. So ein Gehampel! Und welche toller Deal. In Geb. 3 zugesagte Bereiche verlieren und in Geb. 9 weniger dazu gewinnen. Verhandelt so ruhig weiter, ihr Verhandlunsexperten. Solange ihr damit zufrieden seid, ist ja alles gut.

Dienstag, 25. Oktober 2011

Heftiger Streit um Räume von ASTA-Copy

Seit zum Ende des Sommersemesters der studentische Kopierladen ASTA-Copy in Gebäude 9 geschlossen wurde, suchte die Studentenvertretung nach einer Nachfolgenutzung (LeuphanaWatch berichtete). Jetzt ist ein heftiger Streit mit der Leuphana Universität Lüneburg ausgebrochen, die in einer Nacht- und Nebelaktion die Schlösser der zum ASTA gehörenden Räume ausgetauscht hat. Die Studentenvertreter haben nun keinen Zugang mehr zu ihren eigenen Räumen. Heute am Vormittag informierte die Leuphana Universität Lüneburg die Hochschulöffentlichkeit in einer eMail über mystudy:
Sehr geehrte Studierende,
eine Gruppe von Studierenden hat in den letzten Tagen mit Unterstützung des AStA in den ehemaligen Räumen von AStA-Copy einen studentischen Cafébetrieb eingerichtet. Dies ist entgegen einer expliziten Absprache von mir mit Vertretern von AStA und StuPa, ohne Wissen der Hochschulleitung, ohne Zustimmung durch die Universität und ohne Genehmigung durch die Stadt Lüneburg geschehen. Die Hochschulleitung sieht sich aus einer Reihe von Gründen leider nicht in der Lage, diesen Betrieb zu genehmigen und die genannten Räume dafür zur Verfügung zu stellen. Das Café "PlanB" wird daher heute leider - anders als durch die Gruppe Studierender angekündigt - nicht öffnen können.

Die Hochschulleitung weiß um den Wunsch vieler Studierender nach zusätzlichen Aufenthalts- und Arbeitsräumen. Aus diesem Grund sind erst vor wenigen Monaten umfangreiche neue Arbeitsmöglichkeiten für Studierende in der Bibliothek eröffnet worden. Darüber hinaus gibt es ständige Überlegungen, wie weitere "Freiräume" und Angebote für Studierende geschaffen werden können. Ein nächster Schritt wird durch einen Erweiterungsbau für den Hochschulsport gelingen, der bereits vom Präsidium beschlossen worden ist und kurz vor dem Beginn der Baumaßnahmen steht. Hierdurch werden nicht nur weitere Sportmöglichkeiten, sondern auch zusätzliche Räumlichkeiten für studentische Initiativen geschaffen werden können. Darüber hinaus sollen aufgrund des großen Bedarfes zusätzliche Räumlichkeiten für studentische Initiativen und studentische Arbeitsmöglichkeiten im neuen Zentralgebäude entstehen. Hierfür ist mit dem "Studierendenzentrum" ein eigener Bauteil des neuen Gebäudes vorgesehen. Weitere Maßnahmen sind in Überlegung.

Wir bitten um Ihr Verständnis, dass die räumlichen Möglichkeiten auf dem Campus bis zur Fertigstellung des Zentralgebäudes noch begrenzt sein werden und hoffen auf Ihre Unterstützung der entsprechenden Baumaßnahmen.

Mit freundlichen Grüßen
[Name entfernt, LW]
Leitung Gebäudemanagement
Aus der Sicht der durch die Aktion der Leuphana Universität Lüneburg betroffenen Projektgruppe sieht die Lage freilich komplett anders aus. LeuphanaWatch zitiert ihre Stellungnahme vom heutigen Nachmittag:
Die Uni stellte uns heute Morgen vor vollendete Tatsachen indem sie über Nacht die Schlösser zu den ehemaligen Copy-Räumen ohne vorherige Rücksprache mit uns austauschte.

Seit einer Woche haben wir an PlanB, einem studentischen Freiraum von Studierenden für Studierende gearbeitet. Ohne kommerzielle Interessen und ehrenamtlich wurden die ehemaligen AStA-Copy-Räumlichkeiten von unserer offenen Projektgruppe unterschiedlichster Studiengänge gestaltet. Es handelt sich entgegen der Darstellung der Universität nicht um ein Cafe, sondern um einen Raum für studentischen Projekte wie z.B. Kunstausstellungen, dazu Raum für Freistunden und Gruppenarbeiten in gemütlicher Atmosphäre, wobei die Möglichkeit gegeben ist, gegen Spende Kaffee und auch kalte Getränke zu erhalten. Gegenüber dem AStA-Wohnzimmer ist nicht geplant regelmäßige Parties und Konzerte zu veranstalten.
Mit der Veranstaltung heute Abend wollen wir unser bisheriges Tun vorstellen, das Feedback von Studierenden aller Studiengänge einholen und daraus ein Konzept erstellen, was möglichst viele Studierenden an dieser Universität entspricht.

Es war uns von Anfang an klar, dass es eine weiterführende Nutzung durch studentische Gruppen geben soll und das wurde auch von der Verwaltungsseite nicht anderweitig kommuniziert. Wir befinden uns seit dem Beschluss über die Schließung von AStA-Copy in einem Prozess über die Weiternutzung der Räumlichkeiten. Das StuPa beschäftigt sich seit mehreren Sitzungen mit neuen Konzepten und der weiteren Vorgehensweise.

Der seit Jahrzehnten bestehende Mietvertrag mit der Verfassten Studierendenschaft wurde nie offiziell gekündigt, es gab auch keine schriftliche Mitteilung, dass die Räumlichkeiten nicht mehr von der Verfassten Studierendenschaft genutzt werden können. Wir haben lediglich vor einer Woche mündlich den Hinweis auf eine eventuelle Nutzungsänderung bekommen.

Wir sind gerade dabei eine Lösung für das Problem zu finden. Wie, wo, in welchem Rahmen und ob die Vernissage heute Abend stattfindet ist noch nicht klar. Wenn wir aktuelle Infos haben werden wir sie auf unserer Facebook-Seite posten.

Die Projektgruppe PlanB
Soeben veröffentlichte die Projektgruppe in einer weiteren eMail, dass sie an ihrer für heute geplanten Veranstaltung festhalten will:
PlanB: Vernissage heute Abend findet statt!

Trotz oder gerade wegen der heutigen Ereignisse wollen wir nicht auf unsere Vernissage verzichten. Daher greift jetzt ab 19:00 Uhr Plan C: Wir verlegen uns für heute Abend ins AStA Wohnzimmer.

Wir möchten euch einladen, vorbei zu kommen und euch anzuschauen, was wir in der letzten Woche so gewerkelt haben. Wenn auch nicht im eigentlichen "PlanB" sondern nur auf unserer Fotowand. Wir wollen eure Meinung hören und einen Raum schaffen, in dem sich wirklich alle Studis aller Studiengänge wohlfühlen. Die Feedbackbox steht bereit, der Sekt ist gekühlt und die Projektgruppe PlanB freut sich über viele kreative Ideen und Anregungen, auch wenn der Raum bis auf weiteres nicht mehr uns Studis zur Verfügung steht.

Für euch organisiert:
Kunst an der Wand (Lüneburger Kunstschaffende)...
Kunst am Didgeridoo (Mearoa)...
Kunst hinter der Theke. (Sekt, Bier, Limo)...

Kommt vorbei und trinkt einen Sekt mit uns!

Bis nachher,
die Projektgruppe PlanB
LeuphanaWatch stellt fest: Die Äußerungen der Leuphana Universität Lüneburg wirken an den Haaren herbeigezogen. Seit rund 15 Jahren sind die betroffenen Räume vom ASTA genutzt. Den Studentenvertretern jetzt ohne Rücksprache und in einer Nacht- und Nebelaktion diese Räume wegzunehmen, ist ein Affront. Dies gilt umso mehr, da in den ehemaligen Räumlichkeiten von ASTA-Copy keine Politik betrieben werden sollte, sondern Freiraum für Studierende geschaffen werden sollte. Das will sogar das von der Wirtschaftsliste dominierte Studentenparlament. Wenn mit Raumnot argumentiert wird, ist das mehr als scheinheilig. Wer 5000qm am Standort Volgershall an das Jobcenter vermieten will [1][2], darf sich nicht auf Raumnot berufen, wenn es um 100qm ASTA-Räume geht - immerhin standen die Räume auch bislang nicht für andere Zwecke zur Verfügung. Gleichzeitig noch Werbung für das Audimax zu machen, ist nur peinlich. Was die Leuphana Universität Lüneburg aktuell veranstaltet, kann nur als feindseliger Akt gesehen werden. Herr Prof. (HSG) Dr. Sascha Spoun, wenn Sie Engagement wirklich fördern, dann treten Sie den Beweis an. Geben Sie die Räume umgehend wieder frei!

[1] http://www.lueneburg.de/desktopdefault.aspx/tabid-77/169_read-40468/
[2] Jobcenter zieht um in Uni-Gebäude, LZ 14.10.2011, S. 5
http://www.leuphana.de/fileadmin/user_upload/INTRANET/pressestelle/pressespiegel/2011ps/Pressespiegel_2011-10-13_10-14.pdf

Freitag, 29. Juli 2011

Ideen für Copy-Räume gesucht

ASTA Copy hat heute für immer seine Türen geschlossen. Kopierkarten können ab sofort nur noch beim ASTA Bürodienst abgegeben werden. Darauf weist der Laden in einer eMail hin. Der ASTA sucht jetzt neue Ideen für die Nachnutzung des heute endgültig geschlossenen Betriebs. Dazu wurde eine Umfrage gestartet. [1]
AStA-Copy wird zum Monatsende geschlossen. Nun haben wir die Möglichkeit die beiden Räume neu zu nutzen. Das Stupa und der AStA haben eine Projektgruppe ins Leben gerufen, die eine Nachnutzung im Interesse der Studierendenschaft organisieren. In dieser dreiminütigen Meinungsumfrage kannst du Vorschläge machen.
http://bit.ly/rsjqrf
Wir freuen uns über gute Ideen und deine Mitarbeit. Fragen an stupa@leuphana.de.
Euer Studierendenparlament und AStA

[1]LeuphanaWatch dankt für den Hinweis.

Dienstag, 7. Juni 2011

ASTA Copy wird geschlossen

Der ASTA meldet, dass sein Kopierladen ASTA Copy zum Ende des Sommersemesters schließt. Seit langem gab es Diskussionen über die wirtschaftliche Bilanz, über die auch hier auf LeuphanaWatch gestritten wurde. Begründet wird die Schließung nun vor allem mit den sich stark gewandelten Rahmenbedingungen:
AStA Copy wurde 1989 vom AStA der Universität Lüneburg ins Leben gerufen, um allen Studierenden an der Universität Lüneburg günstiges Kopieren, das Drucken von Dokumenten und den Erwerb von Schreibwaren vor Ort zu ermöglichen. Der Druck von Readern und Skripten sowie von Flyern und Plakaten war das Mittel, um Studierende im Studium zu unterstützen und um sich über kulturelle und politische Veranstaltungen etc. des AStA und seinen Referaten zu informieren.

Diese Situation hat sich in den vergangenen zwei Jahrzehnten stark verändert.

Seit einigen Jahren gibt es mit dem Rechen- und Medienzentrum (RMZ) und CampusCopy (GmbH) zwei Kopier- und Druckanbieter, welche in Konkurrenz zu AStA Copy arbeiten. Diese Anbieter können aufgrund ihrer finanziellen Ressourcen und durch ihr Know-How in Computerfragen (speziell das RMZ) eine ganz andere Qualität liefern, wie es uns in einem selbstverwalteten Betrieb (durch Studierende) leider nicht möglich ist. Unser Business-Konzept, welches wir 1989 entworfen und ständig den aktuellen (technologischen) Entwicklungen angepasst haben, konnte in den letzten Jahren schlichtweg nicht mehr mit den Systemen der Konkurrenz mithalten. Die Finanzierung von teuren Druck- und Kopiersystemen, deren Wartung, ein erfolgreiches Marketing und die damit verbundene Umsatzsteigerung waren demzufolge nicht mehr möglich.

Zusätzlich hat die Universität die Entwicklung von myStudy, einem Onlineportal, welches als Vorlesungsverzeichnis und zur Bereitstellung von Studiermaterialien dient, stark vorangetrieben. In Zukunft wird die technologische Entwicklung mehr und mehr das Lesen von Inhalten auf mobilen Geräten (wie Laptop, Netbook, iPad, Smartphones) statt in Papierform vorantreiben. Ein weiterer entscheidender Fakt war, dass die Universität die Zahl der Studierenden verringert hat, von ca 11.000 auf mittlerweile nur noch knapp 7.000.
Der Umsatz war in den vergangenen Jahren stetig zurückgegangen und die technischen Geräte oft kaputt oder lieferten schlechte Qualität.

Nun hat das alte Studentenparlament auf seiner letzten Sitzung vor der Übergabe an die neuen Parlamentarier die Notbremse gezogen. Trotz umfangreicher Einsparungen haben die Personalkosten teilweise den Umsatz überstiegen und ein jährliches Defizit von über 20ooo Euro angehäuft. Das hielt das Parlament für nicht mehr vertretbar. Der ASTA wollte genauso wenig als Verschwender von Geldern darstehen und trägt die Entscheidung mit. (1)

Etwas wehmütig blickt die Geschäftsführung von ASTA Copy zurück:
Wir haben immer gerne für AStA Copy gearbeitet und viel Engagement, Zeit und Geduld investiert. Wir waren auch manchmal frustriert, wenn etwas nicht nach unseren Vorstellungen funktionierte. Wir waren aber immer daran interessiert, eine positive Lösung zu finden, manchmal mit etwas Improvisation. Wir hoffen, dass es uns gelungen ist außerordentlich guten Service zu bieten.

LeuphanaWatch meint: Mit ASTA Copy schließt eine Institution, die heute wie aus einer anderen Zeit anmutet, als noch kopiert statt gedruckt und digital gelesen wurde. Der Laden hat Generationen von Studenten gedient, aber seine Zeit war abgelaufen. Die Entscheidung zur Schließung mag schwer gefallen sein, aber sie war überfällig.

(1) Wir danken für den Hinweis, den wir per eMail erhalten haben.

Mittwoch, 2. März 2011

AStA-Copy schreibt rote Zahlen

Leser von LeuphanaWatch haben uns auf folgenden Sachverhalt aufmerksam gemacht:
AStA-Copy, ein Servicebetrieb des AStA, schreibt seit Jahren rote Zahlen. Die Verluste sollen trotz eines jährlichen Zuschusses von 10.000 Euro durch den AStA sich im fünfstelligen Bereich bewegen. Um den Trend umzukehren wurde im letzten Sommer eine Unternehmensberatung beauftragt, verschiedene Szenarien zu entwerfen. Diese sollen auf der heutigen (Mittwoch) Sitzung des Studierendenparlamentes unter Tagesordnungspunkt 8 betrachtet werden.

Nach unseren Informationen ist dieser Tagesordnungspunkt hochschulöffentlich. Jeder Student ist rede- und antragsberechtigt. Die Sitzung soll ab 14:30 Uhr im Raum 9.104 stattfinden.

Wir können gespannt sein, ob innovative Lösungen gefunden wurden. Zu vermuten ist, dass mal wieder die Lohnkosten gedrückt und das Unternehmen auf einen Wachstumskurs gebracht werden soll.

LeuphanaWatch meint: Wer sich über die Verwendung der Semesterbeiträge aufregt soll sich durch Ideen einbringen.