Montag, 16. Januar 2012

PlanB mit Kaffee

"Wir können alles außer Kaffee..."
So lautete es bislang auf Flyern des PlanB. Die studentische Initiative in Gebäude 9 beschreibt sich selbst als Freiraum von Studierenden für Studierende. Die Mitglieder arbeiten nach ihrer Selbstbeschreibung ehrenamtlich, unkommerziell und unabhängig [1]. Geschaffen haben sie nach dem holprigen Start der Initiative einen gut besuchten Rückzugs- und Arbeitsort. Nun darf PlanB nach überstandener Testphase weitermachen. Das gab die Gruppe in einer eMail Anfang des Jahres bekannt [2]. Und jetzt können sie wirklich alles - auch Kaffee.

LeuphanaWatch gratuliert dem gesamten Team von PlanB und wünscht 'weiter so'!

[1] Flyer des PlanB
[2] eMail vom 4.1. über die Verteiler der Leuphana Universität Lüneburg.

Sonntag, 15. Januar 2012

Theaterkritik: 12 Geschworene in Höchstform

Am gestrigen Abend fand in der Aula im Wilschenbrucher Weg die Premiere der "12 Geschworenen" statt. Das Theaterreferat des ASTA beschreibt das Stück so:
„Die zwölf Geschworenen“, das 1954 als Fernsehspiel uraufgeführt wurde, dürfte den meisten Zuschauern vor allem durch die Verfilmung von Sidney Lumet aus dem Jahre 1957 ein Begriff sein. Die Thematiken des Stoffes sind auch heute noch aktuell: Es geht um Vorurteile, Zivilcourage und gruppendynamische Prozesse, um das Recht zu zweifeln und die Suche nach der Wahrheit, und nicht zuletzt um die Frage: Ist es besser, einen Schuldigen freizusprechen als einen Unschuldigen zu verurteilen?
Die 17-köpfige Gruppe von Studierenden der Universität Lüneburg erarbeitete sich im Laufe von zwei Semestern einen ganz eigenen Zugang zu dem spannenden Bühnenstück. So entstand unter der Regie von Mailin Bäumer eine Inszenierung, die weit über ein klassisches Kammerspiel hinausgeht - vielmehr wird hier vielleicht die modernste Interpretation der „zwölf Geschworenen“ überhaupt auf die Bühne gebracht!
Trotz aller Verfremdungseffekte und frischen Ideen wurde die Grundstruktur und Essenz des Werkes aber selbstverständlich beibehalten. So gilt sowohl für Kenner des Stückes als auch für bislang Uneingeweihte: Ein spannender und dramatischer Theaterabend ist garantiert! ASTA
Nach der Premiere erreichte LeuphanaWatch noch in der Nacht ein kurzer Erlebnisbericht:
Die Aula war bis auf den letzten Platz gefüllt. Als ich ankam, wurden gerade extra Stühle reingestellt. Dann ging es los und nach kurzer Ansage betraten die Geschworenen den Raum. Was für Charaktere! Jede und jeder grundverschieden. Alle waren hervorragend dargestellt. So möchte ich auch schauspielern können!
Schon bald hatte sich das Theaterreferat die ersten Lacher gesichert. Dann zwischendurch beinahe Entsetzen über einzelne Aussagen, so gut und glaubhaft wurden sie rübergebracht. Ein packendes Stück, es war niemals langatmig oder gar langweilig. Die Geschworenen waren wirklich in Höchstform und der Abschlussapplaus fiel entsprechend aus. Danke für den schönen Abend! (1)
Weitere Aufführungen finden am Sonntag, 15.1.2012, 19 Uhr und Mittwoch, 18.1.2012 und Donnerstag, 19.1.2012, jeweils 20 Uhr in der Aula, Campus Rotes Feld, Wilschenbrucher Weg 84, statt. Eintritt: 5 €, ermäßigt 3 €. Karten gibt es im Vorverkauf in der Buchhandlung Perl, Unibuch, Plan B sowie am 17. Januar von 10 - 14 Uhr in dem Mensagang (Campus).

(1) LeuphanaWatch dankt für die eMail.

Freitag, 13. Januar 2012

Heftige Kritik nach Polizeieinsatz an Göttinger Uni

Im Rahmen einer Veranstaltung des niedersächsischen Innenministers Uwe Schünemann auf dem Campus der Universität Göttingen kam es zu Auseinandersetzungen zwischen Polizei und anwesenden Demonstranten. Diese demonstrierten gegen die Abschiebepolitik des Innenministers, die Rolle der Geheimdienste (Stichwort: Verfassungsschutz und Neonazis) und die Kriminalisierung der linken Szene. Mehrere Personen wurden verletzt.

Der ASTA der Universität Göttingen kritisiert den Polizeieinsatz in scharfer Form und wirft der Polizei unverhältnismäßige Gewaltanwendung vor. So wurden Studenten mit Schlägen und Tritten angegangen, der Kopf einer bereits am Boden liegenden Person soll auf den Asphalt geschlagen worden sein. Eine Sitzblockade des Ministerautos sei ohne die rechtlich notwendigen vorherigen Ankündigungen gewaltsam aufgelöst worden.

Bereits im Vorfeld der Veranstaltung des Innenministers waren nach Aussagen des ASTA ein Cafe und eine Beratungsstelle gezwungen, vorzeitig zu schließen. Lehrveranstaltungen mussten ausfallen oder wurden verlegt. Auf dem Campus plakatierende Studenten wurden kontrolliert, Studentenwohnheime vorsorglich von der Polizei umstellt. Der Hochschulreferent ist besorgt:
„Gerade die Universität sollte ein Ort der freien Meinungsbildung und kritischen Diskussion sein. Durch den massiven Einsatz der Polizei wurden jedoch Studierende verletzt, die Bewegungsfreiheit auf dem Campus eingeschränkt und diese Funktion enorm eingeschränkt.“ (1)
Der Vorsitzende des Göttinger ASTA kritisiert die Hochschulleitung mit deutlichen Worten:
"Wir haben bereits im Vorfeld das Universitäts-Präsidium gebeten, der Polizei keine Genehmigung für einen Einsatz auf dem Campus zu erteilen, um solche gewalttätigen Übergriffe zu verhindern. Wir sind schockiert, dass die Universitätsleitung derartige Einsätze gegen die eigenen Studierenden offensichtlich billigt. Das Recht der Universitätsangehörigen auf körperliche Unversehrtheit sollte ihr am Herzen liegen." (1)
Auch ein historischer Kontext wird von der Referentin für politische Bildung und Demokratie hergestellt:
„Es war eine Konsequenz aus Erfahrungen aus dem Nationalsozialismus, dass der Zugriff der ausführenden Organe der Staatsgewalt auf den Uni-Campus zum Schutz der Unabhängigkeit der Wissenschaft verpönt war. Dies wurde erst in den letzten 10 Jahren von verschiedenen Universitäts-Präsidenten in Göttingen nach und nach aufgegeben. Polizeieinsätze auf dem Campus sollten aber stattdessen weiterhin die absolute Ausnahme sein - beispielsweise bei Gefahr im Verzug“ (1)
Die Aussagen der Polizei, sie sei angegriffen worden, wird von der Gegenseite entschieden zurückgewiesen. Der Einsatz sei entgegen den Aussagen der Polizei weder professionell noch angemessen gewesen. Der Göttinger ASTA unterstützt mittlerweile mehrere Strafanzeigen wegen Körperverletzung gegen die Polizei. (2)

Nun hat sich auch die Landtagsopposition eingeschaltet. Sie verlangt nach Angaben des NDR Aufklärung und will den Polizeieinsatz zum Thema im Innenausschuss des Landtages machen. (3) Bei den Kollegen des NDR sind auch Videos des Polizeieinsatzes zu sehen.


Quellen:
(1) http://asta.uni-goettingen.de/887
(2) http://asta.uni-goettingen.de/888
(3) http://www.ndr.de/regional/niedersachsen/harz/protest229.html

Dienstag, 10. Januar 2012

Die Stiftungsrätin & der Bundespräsident

Prof. Dr. Miriam Meckel hat einen Essay zum Bundespräsidenten Christian Wulff und dessen unangenehmer Lage verfasst, der in der tageszeitung (taz) erschien [1]. Titel: "Der theoretische Bundespräsident". Aufmacher:
Christian Wulff will im Amt bleiben. Doch seine Leidenschaft richtet sich auf die eigene Person, nicht auf das Amt. Denn das nutzt er nur als Karriereplattform. [1]
Das sind deutliche Worte an den höchsten Mann im Staate. Aber wie ernst nimmt es die Verfasserin mit ihren eigenen Ämtern?

Miriam Meckel ist Stiftungsrätin an der Leuphana Universität Lüneburg. [2] Im vergangenen Jahr berichtete LeuphanaWatch bereits mehrfach über die schlechte Arbeitsmoral und ihre oftmalige Abwesenheit auf den Sitzungen. In diesem Zusammenhang forderten wir sie zum Rücktritt auf, um den Platz für jemanden mit besserer Arbeitsmoral freizumachen.

Nun kann man Frau Meckel nun wirklich nicht vorhalten, ihr Amt als Karriereplattform zu missbrauchen. Da hat sie ganz andere Pluspunkte in ihrem Lebenslauf vorzuweisen: Staatssekretärin, Buchautorin, Jurymitglied, Preisträgerin. [3] Allerdings stellt sich doch die Frage, wie wichtig Miriam Meckel ihr Amt als Stiftungsrätin in Lüneburg nimmt. Wäre es in der aktuellen Situation der Leuphana Universität Lüneburg nicht besonders notwendig, an Sitzungen teilzunehmen und intensiv an der Arbeit des Stiftungsrates teilzuhaben? Hätte man sich bspw. im Trubel um den Korruptionsverdacht gegen Holm Keller nicht nur vom Vorsitzenden, sondern auch von den Stiftungsräten und Stiftungsrätinnen mehr Präsens und klare Worte gewünscht? Miriam Meckel jedenfalls bleibt als Stiftungsrätin unsichtbar. Auf dem Campus ist zu hören, dass sie auch den Senatoren und Fakultätsratsmitgliedern bislang nicht begegnet sei. [4]

Kann Miriam Meckel so den Anforderungen an eine Stiftungsrätin gerecht werden? Gilt ihre Leidenschaft wirklich ihrem Lüneburger Amt oder will sie es nur nicht aufgeben? Oder hat sich die Amtswahrnehmung von M.M. gar zum Besseren gewendet?

Niemand außerhalb des Stiftungsrates wird diese Fragen beantworten können, zumal keinerlei Dokumente über die Arbeit des Gremiums und die Anwesenheit seiner Mitglieder veröffentlicht werden. Miriam Meckel jedenfalls sollte für sich ganz persönlich endlich die richtigen Konsequenzen aus ihrer Beantwortung der Fragen ziehen. Gerade und ganz besonders nach ihrem Essay zum Bundespräsidenten.

Quelle:
[1] http://taz.de/Essay-zu-Christian-Wulff/!85163/
[2] http://www.leuphana.de/ueber-leuphana/organisation/stiftungsrat.html
[3] http://de.wikipedia.org/wiki/Miriam_Meckel
[4] LeuphanaWatch dankt für den Hinweis.

Leuphana-Bachelor RTL

Dieser Tage beschenkt uns die Fernsehwelt mit einem ganz besonderen Leckerbissen. Film ab...
RTL television präsentiert,
eine LEUPHANA Produktion,
in Kooperation mit 'Fakultät Wirtschaft'
und 'der Fachschaft':

DER BACHELOR

"Das ist das Fernsehen der Zukunft."
Kolm Heller, Dramaturg

"Engagement für die Zivilgesellschaft für das 21. Jahrhundert.“
Saschi Spoon, Bildungsmanager

Ein Traummann, 20 heiße Chicks und eine Frage: Wer wird seine große Liebe?

Von den Machern von Tine Wittler und Britt Hagedorn kommt jetzt das TV-Erlebnis, über das ganz Deutschland spricht.

DER BACHELOR

immer mittwochs, 21:15 Uhr, nur bei RTL
Wie u.a. die Kollegen der LeuphanancialTimes berichten, hat Paul Janke, Traumprinz, BWL-Absolvent der Leuphana Universität Lüneburg und das Gesicht von Hamburg 2008 das große Los gezogen. In einer Luxusvilla in Südafrika darf er sich vom RTL-Zuschauer bei der Balz beobachten lassen.

Die Sendung bietet für die ganze Leuphana Universität Lüneburg Forschungspotential: Während die Fakultät Nachhaltigkeit die Umweltverträglichkeit der Flüge errechnen kann, wird den Kulturwissenschaften mit einem ganzen Fundus von Volksweisheiten ("Aber ich glaub, er will mich ficken und deswegen findet er mich interessant.") Forschungsmaterial kostenfrei ins Haus geliefert. Die Fakultät Bildung kann hingegen das didaktische Konzept der Sendung genau analysieren. Nicht zuletzt das Fernsehen 2.0 wird prüfen, ob die von der Leuphana Universität Lüneburg vermittelten Werte ihre Zielgruppe hinreichend erreichen. Nie war Wissenschaft so spannend und Lüneburg so stolz auf seine Absolventen!

Der LeuphanaWatch TV-Tipp: Der Bachelor, immer mittwochs um 21:15 Uhr bei RTL.

Freitag, 6. Januar 2012

"Denkerei" wirft Fragen auf

Ende des vergangenen Jahres wurde in Berlin das "Amt für Arbeit an unlösbaren Problemen und Maßnahmen der hohen Hand", kurz "Denkerei" aus der Taufe gehoben. Gegründet wurde es von diversen Künstlern respektive Wissenschaftlern, die sich als "Fachvorstände" für verschiedene Bereiche der Denkerei bezeichnen. Kooperationspartner der Einrichtung ist die Leuphana Universität Lüneburg. (1)

Eine deutsche Universität gründet ein vermeintliches "Amt" mit Spaßnamen in der Bundeshauptstadt - das kann wahrlich als Grund für Spott und Häme dienen! Die Reaktionen ließen dann auch nicht lange auf sich warten.
Lüneburg hebt ab
Universität Leuphana lässt künftig in Berlin denken - während zu Hause die Korruptionsprüfer anklopfen
titelte die Hannoversche Allgemeine Zeitung am 26./27.11. auf Seite 1. (2) Und Prof. Faulstich stellte in einem in der Landeszeitung am 14.11. abgedruckten Leserbrief unter dem Titel "Schaumschlägerei" klar:
Bitte denken Sie nicht, die Universität Lüneburg sei nun komplett von allen guten Geistern verlassen. (...) Auf den ersten Blick ist man versucht, (...) an einen verfrühten Faschingsscherz zu glauben. (3)
Tatsächlich drängen sich entsprechende Assoziationen auf. Spott und Häme sollten allerdings nicht den Blick auf das Wesentliche verstellen. Prof. Faulstich weist bereits mahnend darauf hin, dass "handfeste wissenschaftliche Arbeit, substantielle Forschung, seriöse Lehre" nicht durch "Polit-PR" zu ersetzen sind. (3)

Was macht also diese "Denkerei" und warum sollte die Leuphana Universität Lüneburg eine Kooperation eingehen?

Die Landeszeitung berichtet, dass durch verschiedene Kunst- und Kommunikationsformate eine gesellschaftliche Diskussion forciert werden soll über komplexe Probleme wie Euro-Krise oder Atommüllendlagerung im Dialog mit Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft. (4) Durch die Arbeit der Denkerei sollen "Profibürger" ausgebildet werden. (5)

Gegenüber der Presse weist die Leuphana Universität Lüneburg darauf hin, dass die Kooperation mit dem "Amt" mit dem Spaßnamen wichtige Vorteile bringe:
Für die Leuphana ist die neue Diskursplattform ein ideales Forum, um im direkten Kontakt mit Politik und Forschungs-Institutionen auf ihre wissenschaftliche Arbeit aufmerksam zu machen. (6)
Auf der Webseite der "Denkerei" heißt es etwas ausführlicher:
Die Leuphana Universität Lüneburg knüpft an diese Gedanken (Diskussion über unlösbare Probleme, LW) im Rahmen der Kooperation an und kann künftig Diskursplattform und Räumlichkeiten mitnutzen, um ein weiteres Forum für die gesellschaftliche Auseinandersetzung mit ihren Arbeiten zu etablieren und damit der Leuphana eine Stimme im politischen Berlin zu geben. Mit ihren Wissenschaftsinitiativen Kulturforschung, Nachhaltigkeitsforschung, Bildungsforschung und Unternehmerisches Handeln sowie den Schwerpunkten im Innovationsinkubator Digitale Medien, Nachhaltige Energie und Gesundheit adressiert die Leuphana zentrale Themenfelder für die Zivilgesellschaft des 21. Jahrhunderts.

Die Leuphana wird im Rahmen dieser Kooperation mit eigenen Veranstaltungen in der Bundeshauptstadt auf ihre Initiativen aufmerksam machen. Die Gründer des Amts für Arbeit an unlösbaren Problemen sind im Gegenzug bereit, Lehr- und Diskussionsveranstaltungen an der Leuphana anzubieten. Die Kooperationspartner wollen außerdem gemeinsame Forschungs- und Transferprojekte auf den Weg bringen. (1)
Diese blumigen Ausführungen werfen zahlreiche Fragen auf:
  • Braucht eine niedersächsische Hochschule Räumlichkeiten in der Bundeshauptstadt?
  • Braucht eine niedersächsische Hochschule eine "Stimme im politischen Berlin"?
  • Welcher Art sollen die Veranstaltungen sein, welche die Leuphana Universität Lüneburg in der sog. "Denkerei" anbieten möchte?
  • Was dürfen wir uns unter gemeinsamen Forschungs- und Transferprojekten vorstellen?
  • Welcher Art und welchen Umfangs werden die Lehr- und Diskussionsveranstaltungen der "Amtsgründer" an der Leuphana Universität Lüneburg sein? Werden diese in Lüneburg oder in den Räumlichkeiten in Berlin stattfinden?
Besonders auffällig ist jedoch folgendes: Die Ausführungen suggerieren, die Leuphana Universität Lüneburg habe ausschließlich Vorteile (Räumlichkeiten, politischer Einfluss, gemeinsame Projekte u.a.). Im Text heißt es jedoch, "im Gegenzug" seinen die Gründer der Denkerei zu bestimmten Dingen bereit. Die Kernfrage dürfte also sein, wozu sich die Leuphana Universität Lüneburg genau verpflichtet hat. Sie gibt ihren Namen, zahlt jedoch nach Aussage der Pressestelle kein Geld für das Spaß-Amt. (7) Ist die Marke "Leuphana" so wertvoll, dass im Gegenzug dafür Räumlichkeiten und Dozentenleistung gewährt wird? Oder bestehen weitere Verpflichtungen?

Darüber hinaus stellt sich die Frage, ob der mögliche Reputationsschaden durch die Verbindung mit einem "Amt für Arbeit an unlösbaren Problemen und Maßnahmen der hohen Hand" für die Leuphana Universität Lüneburg nicht schwerer wiegen muss, als die möglichen Vorteile.

LeuphanaWatch meint: Sollte die "Denkerei" nicht zeitnah durch wissenschaftlich fundierte Veranstaltungen überzeugen, ist die Reputation der Hochschule in Gefahr. Denn eine Universität zeichnet sich noch immer durch Forschung und Lehre aus und nicht durch PR-Coups und dubiose Kooperationen. Insbesondere die aufgeworfenen Fragen müssen beantwortet werden und der Kooperationsvertrag gehört veröffentlicht; das dürfte den überraschten Universitätsmitglieder zustehen - und es wird auch außerhalb der Campusgrenzen interessieren. Immerhin dürfte zumindest die argwöhnische Beobachtung der anderen niedersächsischen Universitäten sicher sein.

Quellen:
(1) https://www.leuphana.de/denkerei/
(2) https://www.leuphana.de/fileadmin/user_upload/INTRANET/pressestelle/pressespiegel/2011ps/Pressespiegel_2011-11-26_11-28.pdf
(3) https://www.leuphana.de/fileadmin/user_upload/INTRANET/pressestelle/pressespiegel/2011ps/Pressespiegel_2011-11-12_11-14.pdf
(4) "Leuphana denkt mit in Berlin", LZ 11.11.2011, Seite 5
(5) http://www.berliner-zeitung.de/kultur/bazon-brock-weihnachtsgabe-vom-profi,10809150,11286400.html
(6) http://www.leuphana.de/aktuell/meldungen/ansicht/datum/2011/11/09/leuphana-startet-kooperation-in-berlin-1.html
(7) "Lüneburg hebt ab. Universität Leuphana lässt künftig in Berlin denken - während zu Hause die Korruptionsprüfer anklopfen", HAZ 26./27.11., Seite 1

Dienstag, 3. Januar 2012

Unsere Schlagzeilen für 2012

Ein frohes, gesundes und erfolgreiches Jahr 2012 wünscht das gesamte Team von LeuphanaWatch allen Lesern und Kommentatoren. Wir begrüßen das neue Jahr mit nicht immer ernst gemeinten Schlagzeilen, die wir gern bis zum Jahresende hier verkünden würden:
Neue Klimaanlage in Hörsälen kommt
Endlich wieder mehr Studenten!
LZ bestätigt: "Spoun sprach auf die Mailbox."
Fachschaft BWL will Studentenparlament abschaffen - "Fachschaften reichen"
Die große Reform des Leuphana-Semesters kommt!
Innovationsinkubator erfindet Zivilgesellschaft des 21. Jahrhunderts
Gericht bestätigt: Wiederwahl Kellers ist ungültig
Professoren entsetzt - Guttenberg ist Erstsemesterredner
DFG nimmt Leuphana auf
Haubenlerche brütet auf Baustelle; Audimax-Baustopp
Stiftungsrätin Miriam Meckel tritt in Abwesenheit zurück
SHKs bekommen mehr Geld
Landesrechnungshof deckt auf: so viel verdienen Spoun & Keller
Startwochenthema steht fest: Krisenkommunikation
Mehr Geld: Bibliothek kann neue Zeitschriften abonnieren
Gutachten bestätigt: Parkraumbewirtschaftung ist unwirtschaftlich; Parken bleibt kostenfrei
Stiftungsrat spricht Machtwort: Plakatieren im Hörsaalfoyer wieder erlaubt
Cafe in der Mensa geht an den Start
Leuphana: kostenloses WG-Wohnen für Inkubatormitarbeiter
Nach Lehren aus Leuphana: Ministerin will Regeln für Stiftungsrat ändern
Dokument belegt: Audimax wird 80 Mio. kosten!
Campus endlich autofrei
Ministerin bestätigt: Leuphana bekommt mehr Geld
Leuphana erfindet Käsebrötchen - Keller: "Sie sind bitte stolz darauf."
Soweit einige unserer Wunsch-Schlagzeilen. Welche Aufmacher würden Sie / würdet ihr gerne in 2012 lesen? LeuphanaWatch freut sich über Vorschläge.