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Mittwoch, 21. März 2012

ASTA & STUPA: Campushotel endgültig begraben

Im Februar berichtete LeuphanaWatch darüber, dass der Bebauungsplan für die Leuphana Universität Lüneburg geändert werden soll. Grund ist ein falsch geplanter Bürgersteig. Jetzt haben ASTA und Studentenparlament dazu Stellung genommen. Zum Bürgersteig äußern sie sich dabei nicht, denn sie haben ein ganz anderes Anliegen. In der Stellungnahme heißt es:
Im Bebauungsplan findet sich, neben den drei Alternativen zum Bürgersteigverlauf, auch ein Sondergebiet "Hotel / Parkhaus". Neben dem Zentralgebäude als Veranstaltungszentrum war auch ein Tagungshotel geplant, um BesucherInnen unterbringen zu können. Die Pläne, ein Hotel auf dem Campus zu errichten, wurden im Dezember 2010 vom Stiftungsrat verworfen. Der Stiftungsrat verwies auf die Möglichkeit, ein Hotel außerhalb des Universitätsgeländes zu realisieren. Nach Meinung des AStA sollten die Flächen auf dem Campus für universitäre Nutzung zur Verfügung stehen. Fremdnutzungen sind zu vermeiden, um Entwicklungspotenziale der Universität langfristig zu sichern. Der aktuelle Raummangel der Universität kann nicht beseitigt werden, wenn potentielle Erweiterungsflächen an andere Zwecke gebunden sind, vor allem in Anbetracht der Zentralisierungspläne der Universität auf den Campus Scharnhorststraße. Daher sollte das aktuelle Sondergebiet "Hotel / Parkhaus" umgewidmet werden zum Sondergebiet "Universität / Parkhaus".

Da ein Änderungsverfahren zum Bebauungsplan stattfindet, fordern wir, dass diese Fläche in Zukunft der universitären Nutzung offensteht und im aktuellen Planänderungsverfahren umgewidmet wird. Quelle: ASTA
Mit ihrem Anliegen bleiben die Studentenvertreter ihrer Forderung treu, nicht universitäre Nutzungen vom Campusgelände fernzuhalten. In ihren Augen handelt es sich bei solchen Nutzungen um eine Platzverschwendung, welche die langfristigen Entwicklungspotenziale der Leuphana Universität Lüneburg einschränkt (LeuphanaWatch berichtete). Vollkommen zu recht verweisen die Studenten darauf, dass der Stiftungsrat vor über einem Jahr den Hotelplänen einen Riegel vorschob.

Es wird interessant sein, ob die Studentenvertretung bei der Hansestadt Lüneburg Gehör findet. Sie hat jedenfalls ein mehr als deutliches Zeichen gesetzt, dass es ihr mit ihrem Anliegen ernst ist: Die Stellungnahme wurde einstimmig vom ASTA und dem gesamten Studentenparlament verabschiedet - in den vergangenen Wochen war das Parlament eher durch gegenseitige Blockade der beiden politischen Blöcke aufgefallen. In dieser Sache ziehen jetzt alle an einem Strang. Das hat beim Campushotel Tradition. Auf den Webseiten des ASTA zur Campusentwicklung finden sich genügend Beispiele für die harte Linie der Studentenvertreter:
Mindestens ebenso interessant wie das Verhalten der Hansestadt dürfte selbiges der Leuphana Universität Lüneburg sein. Der Stiftungsrat hat das Hotel bekanntlich schon zu den Akten gelegt, zuletzt hatte Vizepräsident Holm Keller argumentativ auf die Linie der Studentenvertretung eingeschwenkt. Jetzt kann er beweisen, dass es ihm mit der neuen Linie ernst ist:

LeuphanaWatch ruft die Entscheidungsträger dazu auf, sich dem sinnvollen Anliegen der Studenten anzuschließen.

Für Stiftungsrat und Präsidium bietet sich die Chance, bei den schärfsten Kritikern verlorene Sympathien zurückgewinnen. Und das ganz ohne schwierige Zugeständnisse, denn auf ein Hotel auf dem Campus hat man ja bereits verzichtet. Jetzt folgerichtig die Planung zu ändern wäre die logische Konsequenz. Alles andere wäre ein Eingeständnis, dass man noch immer am irrsinnigen und nicht zukunftsfähigen Hirngespinst eines Hotels auf dem Campus festhält.

Dienstag, 4. Januar 2011

Audimax-Entscheidung I: Kein Hotel

Im Dezember hat der Stiftungsrat der Leuphana Universität Lüneburg seine Entscheidung zur Campusentwicklung getroffen. LeuphanaWatch stellt sie vor. Heute: Abschied vom Campus-Hotel.

Vizepräsident Keller wollte ein Hotel auf dem Campus durchsetzen (1). Das war schon lange europaweit ausgeschrieben und sollte jetzt vom Stiftungsrat abgesegnet werden. Der ASTA hat das Hotel immer besonders heftig kritisiert (2). Ende letzten Jahres drohte er sogar mit einer Klage und schaltete einen Anwalt ein.

Jetzt hat der Stiftungsrat eine Entscheidung getroffen, mit der viele nicht gerechnet haben:
Ein Hotel und Gästehaus kann von privaten Partnern außerhalb des Universitätsgrundstücks umgesetzt werden. (3)
Der ASTA kommentiert das sehr richtig:
Die Entscheidung des Stiftungsrats, kein Hotel auf dem Universitätsgelände zu errichten, wird vom AStA mit Erleichterung zur Kenntnis genommen. Matthias Fabian: „Die Vernunft siegt. Wir freuen uns, dass sich auch Vizepräsident Keller nun der Position des AStA angeschlossen hat. Bedauerlich ist, dass es dafür die Vorbereitung einer Klage, Unterschriftenaktionen, Vollversammlungen und eine Großdemonstration gebraucht hat.“ (4)
Die Entscheidung des Stiftungsrat werten wir einfach mal als Klatsche für Holm Keller. Es gibt kein Hotel auf dem Campus, Punkt. Dass irgendjemand ein Hotel außerhalb bauen könnte, darf in einer Tourismusstadt wie Lüneburg nicht überraschen. Nur die Universität hat damit überhaupt nichts zu tun. Leuphana hätte also auch melden können: Ein Hotel und Gästehaus darf auf dem Universitätsgelände nicht umgesetzt werden.

Wie wunderbar!

Etwas Vorsicht ist aber scheinbar angebracht. Zumindest der ASTA wittert Gefahr:
Die Studierenden werden die weitere Entwicklung aufmerksam verfolgen. In der Pressemitteilung der Universität ist die Rede davon, dass auf dem Universitätsgelände kein Hotel entstehen wird. Der AStA fordert dies jedoch für den ganzen Campus. Unter Studierenden kursieren Gerüchte, dass das Wohnheim „Campus 1“ des Campus Lüneburg e.V. grundsaniert und zu einem Hotel umgebaut werden könnte. Es liegt auf dem Universitätscampus in unmittelbarer Nähe zum geplanten Zentralgebäude. (4)
Wir werden das Thema weiter unter die Lupe nehmen. Ersteinmal dürfen sich aber alle Lüneburger freuen, die ein Hotel auf dem Universitätsgelände schon immer für absurd gehalten haben.


Quellen:
(1) http://www.leuphana.de/campusentwicklung.html
(2) Äußerungen auf http://www.asta-lueneburg.de/themen/campusentwicklung/
(3) http://www.leuphana.de/aktuell/meldungen/ansicht/datum/2010/12/29/durchbruch-gelungen-leuphana-realisiert-libeskind-bau.html
(4) http://www.asta-lueneburg.de/fileadmin/images/pressemitteilungen/2010-12-21_PM_AStA_Lueneburg_Kehrtwende_bei_Campusentwicklung.pdf

Mittwoch, 24. November 2010

AStA vs. Kellers Hotel

Die AStA macht ernst und will gegen Holm Kellers Hotel zwischen Vamos! und Unibuch klagen. Dafür hat sie einen Anwalt engagiert. Auf der Webseite ist nachzulesen, dass der Anwalt viel Erfahrung hat.
Im Auftrag der Studierenden prüft der renommierte Fachanwalt und ausgewiesene Hochschulrechtsexperte Wilhelm Achelpöhler aus Münster die Möglichkeit, juristisch gegen das Vorhaben der Hochschulleitung vorzugehen.

„Wir sind erfreut, mit Herrn Rechtsanwalt Achelpöhler einen bekannten Hochschulrechtsexperten mit der juristischen Prüfung betrauen zu können. Sein Sachverstand wird von zahlreichen Studierendenvertretungen in der gesamten Republik hoch geschätzt. Sollte die Universitätsleitung trotz unserer Warnungen an ihren Plänen festhalten, werden wir notfalls vor Gericht ziehen.“
ASTA
Holm Keller gibt sich gelassen, steht in der Landeszeitung.
"Wir nehmen diese Ankündigung zur Kenntnis, sehen aber keine Veranlassung, dieses Ansinnen zu kommentieren."
Ob die AStA auch gegen das Audimax etwas unternehmen will?