Freitag, 4. Februar 2011

Neuer ASTA will mit Klischees aufräumen

Die neuen ASTA Sprecher stellen sind in der Landeszeitung vor. Bevor der Artikel online wieder verschwindet sichern wir ihn hier.
An der Universität gibt es zu selten Ruhe
dax Lüneburg. Alt-Studenten, die gemeinsam Wege zum Kommunismus diskutieren, "dieses Klischee geistert nach wie vor in einigen Köpfen herum", meint Julian Frey. Damit möchte er aufräumen. Der 23-Jährige bildet mit Steffen Riemenschneider und Mathias Ahrens das neue Sprecher-Trio des Allgemeinen Studierendenausschusses Lüneburg (AStA). Sie stellten sich am Mittwoch in einer Vollversammlung den Studenten der Leuphana Universität offiziell vor.

Das erste Mal im Bereich Hochschulpolitik engagiert hat sich Julian Frey beim Bildungsstreik im Jahr 2009, im Anschluss machte er mit bei Aktionen des AStA-Referats für "Nachhaltige Oeffentliche Aktionen" (NOA). Kommilitone Steffen, der ebenfalls Umweltwissenschaften studiert, setzte sich bereits im ersten Semester im Politik- und Ökoreferat ein, widmete sich zum Beispiel dem Thema Erneuerbare Energien. Seine Arbeit beim AStA sei auch eine Art Studium: "Ich lerne viel über den Umgang mit Menschen, das sind sehr wertvolle Erfahrungen."

Mathias Ahrens hingegen kennt sich aus im Amt. Seit zwei Jahren ist er AStA-Sprecher, in drei Monaten möchte er aufhören. Die Suche nach einem Nachfolger gestaltet sich allerdings schwierig. "Es ist nicht einfach, jemanden zu finden, der genug Herzblut für die Arbeit mitbringt", sagt Frey, der gemeinsam mit Riemenschneider vorerst für ein Jahr vom Studierendenparlament gewählt wurde. Interesse für hochschulpolitische Themen, Teamfähigkeit und Spaß am Umgang mit Menschen sollten Interessenten mitbringen. Offiziell angesetzt sind 20 Arbeitsstunden pro Woche.

Mit abgewatschten AStA-Klischees soll Schluss sein. "Wir möchten in die Mitte der Studenten rücken", sagt Frey. Vor kurzem wurde eine neue Stelle im Bereich Öffentlichkeitsarbeit eingerichtet, damit's bei der Kommunikation nicht hapert. "Hochschulpolitik sollte jeden etwas angehen", ist das Trio überzeugt. Sie kritisieren das zunehmende Verschwinden von Ruheräumen. "Das Foyer der Bibliothek ist einer der letzten", sagt Frey. Die studentische Kultur gehe verloren. "Im Hörsaalgang darf wegen Brandschutzvorschriften nichts mehr aufgehängt wurden", erzählt Riemenschneider. Er kündigt an, dass das Projekt Zentralgebäude weiter kritisch vom AStA begleitet werde.

Wer sich dafür interessiert, die Nachfolge von Mathias Ahrens anzutreten, meldet sich telefonisch beim AStA unter Tel.: 6 77 15 10, schreibt eine E-Mail an buero@asta-lueneburg. de oder schaut persönlich in Gebäude 9, 1. Stock, auf dem Campus Scharnhorststraße vorbei.
Quelle: Landeszeitung.

Die von der LZ genannte Vollversammlung war allerdings eine Leerversammlung. Als um 12 Uhr vom ASTA keiner da war, sind wir wieder gegangen. Angeblich ging es später doch noch los, aber kaum einer war da. Logisch...

Kommentare:

  1. Ist das Klischee von Leuphana nicht längst, dass es sich um einen Durchlauferhitzer für systemkonforme neoliberale Personen handelt, welch möglichst schnell an die Fresströge der Macht wollen? Entrepreneur ist angesagt. Egal, ob bei Kulturwissenschaften oder Umweltwissenschaften. Mit den Alt-Studenten wird ja im Herbst aufgeräumt, durch Exmatrikulation. Das Klischee jetzt schon anzugehen ist im Interesse der Leuphanten sehr verständlich. Wer möchte schon an einer Universität studieren, in welche Studierende über Wege zu einer zukunftsfähigen Gesellschaft diskutieren? Bei solchen Diskursen wird ja keine, den Lebenslauf aufwertende, Kompetenz erworben.
    Wir können gespannt sein, welche Öffentlichkeitsarbeit von einem derartigen AStA in der Mitte der Studierenden zu erwarten ist. Auf der Leerversammlung ist dieser Schulterschluss jedenfalls noch nicht gelungen.

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  2. Ich mach mir keine Sorgen, der neue AStA wird seine Arbeit gut machen. Wenn es am Anfang ne missverständliche Aussage gibt, dann zahlen die dafür Lehrgeld. Und gut is...

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  3. "Die von der LZ genannte Vollversammlung war allerdings eine Leerversammlung. Als um 12 Uhr vom ASTA keiner da war, sind wir wieder gegangen. Angeblich ging es später doch noch los, aber kaum einer war da. Logisch..."

    Na, da hat das Aufräumen mit den Klischees ja super funktioniert. Verantwortungsbewusstsein pur.

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  4. Was macht denn eigentlich die Strukturreform, die vor über einem Jahr gestartet wurde? Ich musste mit Bedauern erfahren, dass sie sogar wieder mal von ganz neuem anfangen musste, nur weil sich ein neuer "Mithelfer" angeschlossen hatte und dieser die alten Prozesse nicht nachvollziehen konnte.

    Seitdem habe ich keine Fortschritte mehr mitbekommen. Eigentlich sollte der Prozess doch schon längst abgeschlossen sein.

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