Dienstag, 13. September 2011

Bolognareform & Auslandssemester

In den letzten Wochen erschienen einige Presseberichte, die sich mit dem Bachelor- und Masterstudium an deutschen Hochschulen und der Mobilität für Auslandssemester kritisch befassen. Eine kleine, lesenswerte Auswahl:

Auslandssemester - keine Zeit
Von wegen mehr Mobilität: Bachelor-Studenten bleiben überwiegend daheim, belegt eine aktuelle Studie. Für Auslandserfahrungen während des Studiums fehlt vielen einfach die Zeit. Ob sie an internationale Universitäten wechseln, hängt auch von ihren Fächern ab.
Weiterlesen bei der Süddeutschen Zeitung.

Generation der Lebenslauf-Optimierer
Der Tempowahn im deutschen Bildungssystem macht Studenten zu akademischen Pauschaltouristen. Sie kommen zwar mit 21 von der Uni - aber von der Welt gesehen haben sie noch nichts. Wie Getriebene haken sie nur noch ab, was die Personalabteilungen der Unternehmen von ihnen erwarten.
Weiterlesen auf den Seiten der Süddeutschen Zeitung.

Der Master ist so mobil wie ein Diplomstudiengang, der Bachelor liegt weit abgeschlagen zurück. Entscheidend seien die Rahmenbedingungen der jeweiligen Uni, meint der Tagesspiegel.

Sicherheit statt Abenteuer
Ziel verfehlt: Nach der Bologna-Reform steigt die Zahl der Auslandsaufenthalte von Studenten nicht. Sie haben dafür schlicht zu wenig Zeit.
Weiterlesen bei der tageszeitung.

Heimatverbundene Bachelor, mobile Master
Ein wichtiges Ziel der Bologna-Reform ist, dass möglichst viele Studenten ins Ausland gehen. Doch die Bachelor-Studenten bleiben zurückhaltend.
Weiterlesen bei de FAZ.

Kommentare:

  1. Wenn die studierenden nicht mal von einer Uni in einem Land Problemlos zu einer anderen wechseln können, wer kann dann schon erwarten, dass das ganze mit dem Ausland klappt. Die Anerkennung von Leistungen ist immer noch ein riesengroßes Problem.

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  2. Hauptsache wieder eine Ausrede gefunden. Früher galt noch: wo eine Wille ist, da ist auch ein Weg.

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  3. Dude, where's my University?18. September 2011 um 16:40

    @Nicci
    Genau. Du kannst alles schaffen, wenn du nur fest genug an dich glaubst und hart arbeitest.
    Wenn wir hier schon das amerikanische Studienmodell übernehmen wollen, dann natürlich den Amerikanischen Traum als gesellschaftlichen Motor als Zugabe. "Success come to those who work hard." Wer fehlschlägt war dumm oder faul.
    Und wie klasse sich solche Gesellschaften entwickeln entnehmen sie bitte der Tagespresse.

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  4. Siehst du! Ich bin jetzt für ein Jahr im Ausland. Und du bist im AStA!
    Erkennst du den Unterschied? Weisst du jetzt wer alles richtig macht und später (s)einen (Traum)Job bekommt? Du bestimmt nicht.

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