Samstag, 19. November 2011

Geht es noch peinlicher?

In den letzten Tagen hat sich ein wahrer Showdown über die eMailverteiler der Leuphana Universität Lüneburg ereignet. Die Kontrahenten: eine neue Professorin, die Fachschaft BWL und die Senatoren der Liste "Eine Uni fuer alle". LeuphanaWatch dokumentiert:

Auslöser war eine Pressemitteilung von "Eine Uni fuer alle" vom 1.11..

Am 17.11. sandte ein Mitglied der Fachschaft BWL folgende eMail über die Verteiler:
Liebe Kommilitonen,
heute wurden wir von Frau Prof. Dr. (Name zum Schutz der neuen Professorin entfernt, LW) gebeten, die unten stehende Nachricht zu verbreiten.

Gerne tue ich dies über diesen Weg. Ich teile die Meinung von Daniela Steinert (Senatsliste „Eine Uni für alle“/ „AKUT“) ausdrücklich nicht. Vielmehr sehe ich in den neuen Professoren und Dozenten, die an die Leuphana kommen eine Bereicherung für unsere Universität. Sie helfen den eingeschlagenen Weg der Neuausrichtung weiterzugehen und tragen zu einer Vielfalt an unserer Uni bei.

Frau (Name entfernt, LW) und viele andere würden sich bestimmt freuen, wenn ihr Euch bei Ihr meldet und eure Meinungen zu den neuen Mitgliedern der Leuphana weitergibt. Ich kann mir nämlich nicht vorstellen, dass Ihr alle gegen neue Meinungen und Herangehensweisen seid.

Viele Grüße

(Name des Mitglieds der Fachschaft BWL entfernt, LW)
(Senatsliste „Leuphana gemeinsam gestalten!“)

******
Mail von Frau (Name entfernt, LW):


Liebe Frau Steinert,
liebe Studierende,
vor drei Wochen habe ich mit viel Enthusiasmus meine Tätigkeit als Professorin für Kunstgeschichte an der Leuphana Universität aufgenommen. Ein am 1. November über myStudy verschicktes Schreiben, unterschrieben von der Senatsliste „Eine Uni für alle“, hat mich - und nicht nur mich, sondern auch andere neu berufene Kolleginnen und Kollegen – irritiert. Dort heißt es in einem Zitat von Ihnen, Frau Steinert, dass wir, also die neu Berufenen, der Universität schaden würden. Für diese infame Behauptung hätten ich und andere Angesprochene gerne eine Erklärung, und wir hoffen, dass dies im Modus einer kritischen Argumentation statt der Diffamierung möglich ist. Auch wüssten wir gern, ob die Studierenden insgesamt diese Einschätzung teilen, ob also Ihre Meinung Konsens ist oder nicht. Deshalb lade ich die Studierenden, im Namen auch anderer neu berufener Kolleginnen und Kollegen, herzlich zu einem Gespräch ein. Geeignet scheint mir ein Mittwochnachmittag zu sein, damit auch möglichst viele teilnehmen können.

Vor allem aber sollte es in diesem Gespräch um unsere zukünftige Zusammenarbeit gehen. Für einen Gesprächstermin schlage ich den 23. November, 14.00 – 15.00 Uhr vor, im Raum C5.326. Ich würde mich freuen, wenn möglichst viele Studierende an diesem Gespräch teilnehmen würden.

Mit freundlichen Grüßen,
Prof. Dr. (Name entfernt, LW)
Am 18.11. folgte umgehend eine Erklärung der angegriffenen Senatorin:
Liebe Studierende,
zum Hintergrund der Email, die (Name entfernt, LW) (Nachrücker für den Senat, Senatsliste "Für Euch und unsere Uni - die Fachschaft"; Fachgruppenvertretung BWL) gesternabend weitergeleitet hat:

Das Schreiben von Frau (Name der Prof. entfernt, LW) an mich und die Studierenden ist bereits älter. Über drei Ecken und leider nicht von ihr persönlich wurde mir ihr Schreiben schon Anfang November zugetragen. Sie fragte einige neu berufene Kolleg_innen, ob diese eine solche öffentliche Veranstaltung ebenfalls begrüßen würden und schickte ihnen diesen Brief, den nun auch ihr erhalten habt. Offensichtlich läd sie allerdings als Einzige zu dem Treffen am 23. November ein.

Auf ihren Brief hin habe ich am 08.11. geantwortet, um meine Aussage in den richtigen Kontext zu stellen und mich für das Missverständnis zu erklären und zu entschuldigen. Leider habe ich daraufhin keine Reaktion erhalten, auch nicht von Frau (Name entfernt, LW) selbst.

Dass jetzt der Brief von Frau (Name der Prof. entfernt, LW) an alle Studierenden verschickt wird, ist deshalb sehr befremdlich für mich, da Frau (Name der Prof. entfernt, LW) zu keinem Zeitpunkt den direkten Kontakt zu mir gesucht oder Interesse daran gezeigt hat, meine Entgegnungen zu ihrem Brief wahrzunehmen bzw. zu kommentieren. Auch hat sie den Termin, zu dem sie die Studierenden einläd, nicht versucht, mit mir abzusprechen, so dass ich ihr Interesse an einer tatsächlich klärenden Aussprache nicht erkennen kann.

Ich leite Euch hiermit mein Schreiben weiter, welches ich an Frau (Name der Prof. entfernt, LW) gerichtet habe. Darunter findet ihr außerdem die Pressemitteilung, auf die sich Frau (Name der Prof. entfernt, LW) bezieht. Wie bereits in diesem Schreiben angekündigt, werde ich mich an einem Treffen gerne beteiligen, wenn es sich um ein inhaltliches Treffen handelt. Bisher möchte Frau (Name der Prof. entfernt, LW) eine Erklärung meinerseits zu meiner Aussage und ein Treffen mit Studierenden, um zu erfahren, ob alle Studierenden diese meine vermeintliche Aussage teilen.
Meine Erklärung hat Frau (Name der Prof. entfernt, LW) bereits erhalten und ich wiederhole sie hiermit gerne noch einmal (siehe unten). Da ich die Aussage, die neu berufenen Professor_innen schaden der Universität, niemals geäußert habe, kann ich den Hintergrund und den Sinn ihres zweiten Anliegens allerdings nicht verstehen. Zu jeder inhaltlichen Diskussion bin ich gerne bereit. Derzeit entsteht allerdings aufgrund des Vorgehens von Frau Söntgen eher der Eindruck, als verfolge sie politische Interessen, die außerhalb der Klärung meiner Aussage liegen.

Abschließend möchte ich auch anmerken, dass es mich irritiert, dass Frau (Name der Prof. entfernt, LW) den Weg über (Name des Mitglieds der Fachschaft BWL entfernt, LW) wählt (und nicht z.B. über die zentrale studentische Exekutive - den AStA), um ihren Brief an die Studierenden zu verbreiten. Ausdrücklich distanzieren möchte ich mich davon, dass Herr (Name des Mitglieds der Fachschaft BWL entfernt, LW) diese Aufgabe, die ihm Frau (Name der Prof. entfernt, LW) übertragen hat, nutzt, um als bisher unbeteiligter Dritter seine Meinung kund zu tun und sich damit zu positionieren und zu profilieren. Sollte es sich bei dem angekündigten Treffen um eine sachliche Diskussion handeln, darf diese nicht im Vorfeld mit den politischen Differenzen zwischen den bisherigen politischen Akteur_innen verbunden und belastet werden.

Beste Grüße,
Daniela

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EMAIL VOM 8.011.2011

Liebe Frau (Name der Prof. entfernt, LW),
Liebe Neuberufene,
Liebe Studierende,

offensichtlich ist bei der Pressemitteilung der Senatsliste "EINE Uni fuer ALLE" (http://eineunifueralle.wordpress.com/2011/11/01/universitat-luneburg-war-niemals-pleite/) ein Missverstaendnis aufgetreten.
Meine Aussage, die externen Berufungskommissionen und das Vorgehen von Praesident Herrn Spoun haetten der Universitaet geschadet, bezieht sich auf den Einstellungsstop, den Herr Spoun von 2006 bis 2008 verlaengert hat und demnach bis 2009 keine Professor_innen eingestellt werden konnten. Dies tat er mit der Argumentation, die Universitaet sei herab gewirtschaftet und in den roten Zahlen. Aufgrund einer dieser Aussagen wurde damals gegen Herrn Spoun eine Klage eingereicht. Dass die Pleite der Institution tatsaechlich nicht der Wahrheit entsprach, können wir jetzt mit Jahresabschlussbilanzen belegen. Dass der Universitaet damit geschadet wurde - 3 Jahre lang Mangel in Lehre und Forschung, sowie in der Entwicklung von Fachbereichen und Forschungsfeldern, UEberbelastung der Lehrenden, etc. - das werden Ihnen auch viele der Menschen bestaetigen können, die damals ebenfalls bereits an der Universitaet waren.
Vor allem, weil mit der Einfuehrung des (Alt-)Bachelors sowie 2007 mit der uebereilten Einfuehrung des Leuphana-Bachelors insgesamt 3 bzw. 4 Studienabschluesse (je nachdem, ob Magister und Diplom als ein oder zwei Abschluesse zu rechnen sind) an der Universitaet parallel liefen, war die Arbeitsbelastung und Auslastung der Institution sehr hoch.

Meine Aussage beinhaltet darueber hinaus ebenfalls Kritik daran, dass die Fakultaeten aufgrund der externen Berufungskommissionen ihr Hoheitsrecht der Berufungen verloren haben und die Gestaltung der Studien- und Forschungsinhalte somit nicht von der Universitaet getragen, sondern vom Praesidium vorgenommen wurde. Auch haben die Studierenden ihre Stimme in den Kommmissionen verloren. Diese Neuberufungen aber beeinflussen sehr stark die Ausrichtung der Universitaet und sollten demnach auch von einer Gemeinschaft vorgenommen werden. Viele Profs initiierten damals eine Unterschriftenliste gegen diesen vehementen Eingriff in die Rechte der Fakultaeten, ueber eine Klage wurde lange diskutiert. Denn die flaechendeckende Einrichtung solcher Kommissionen ist vom Gesetz nicht gedeckt, eine juristische UEberpruefung - die dem Praesidenten nach seiner Aussage vom Ministerium vorlag - haben wir nie zu Gesicht bekommen.
Dass aber solch einseitige, von den Fakultaeten nicht getragene, Berufungen auch einseitige Interessen beruehren und eben nicht ausgewogen stattfinden (gerade transdisziplinaere Studiengaenge leben von den pluralistischen Perspektiven innerhalb der Fakultaeten - die Einsetzung von Kommissionen und die Berufungen muessen demnach auch innerhalb dieses Pluralismuses stattfinden), vor allem nicht innerhalb der Expertise vor Ort (welche die Uni, die Studiengaenge, die Beduerfnisse etc. kennen), ist eine kaum auszubleibende Folge. Dass dieses Vorgehen auch der universitaeren Gemeinschaft und die lange Zeit der Mangelwirtschaft den Lehrenden und den Studierenden geschadet hat, dies bleibt meine Aussage.

Ich bitte allerdings diejenigen um Verzeihung, die sich von meiner, möglicherweise durch einen unguenstigen Ausdruck missverstandene, direkte Aussage vor den Kopf gestoáen fuehlen. Diejenigen der neu berufenen Professor_innen, die mir bereits begegnet sind, mit mir vielleicht auch schon politisch diskutiert haben, werden hoffentlich bestaetigen können, dass ich ihnen niemals abschaetzig begegnet bin und niemanden verantwortlich mache fuer eine Situation an der Universitaet, die sie nicht beeinflussen konnten.

Bei einer Diskussionsrunde zu "externen Berufungskommissionen", "Neuberufungen" u.a. wuerde ich selbstverstaendlich auch zu meinen Vorbehalten und zu den Vorwuerfen, die ich Herrn Spoun mache, Stellung beziehen.

Mit freundlichen Grueßen,
Daniela Steinert
Wenige Stunden später erklaerte widerum das betroffene Mitglied der Fachschaft BWL:
Liebe Kommilitonen,
ich schreibe Euch erneut, da es mir wichtig ist Euch zu sagen, dass ich Daniela Steinert zu keinem Zeitpunkt persönlich zu nahe treten wollte.

Sollte dies so gewirkt haben, dann entschuldige ich mich dafür. In Ihrer Stellungnahme macht Daniela Steinert deutlich, dass die von Frau Prof. (Name entfernt, LW) getätigte Interpretation ihrer Aussagen nicht ihr gewollt waren.

Nichts destotrotz teile ich viele Aussagen aus der PM vom 01.11.2011 ausdrücklich nicht!

Dazu hier die Stellungnahme der Uni zu den mit Wiederlegungen der Vorwürfe der Liste „Eine Uni für alle“: http://myshare.leuphana.de/989e577cb753faf863217f2d574f2220

Aufgrund dieses Missverständnisses schlage ich dennoch weiter vor, dass Ihr Frau (Name entfernt, LW) (ENTFERNT@leuphana.de) mitteilt, dass es hier an der Uni viele Menschen gibt, die froh über die neu berufenden Dozenten sind. Ich persönlich halte sie nach wie vor für eine Bereicherung der Leuphana und hoffe, dass noch viele renommierte und qualifizierte Menschen an unsere Universität kommen.

Da es auch hier einige Missverständnisse gab noch die Fakten zu meiner Person:

(Name entfernt, LW), Master BD 3. Semester
FGV Master Business Development
Vertreter der aktuellen Senatsliste “Für Euch und unsere Uni -Die Fachschaft”
Kandidat der neuen Senatsliste (2012): „Leuphana gemeinsam gestalten!“

p.s. Ich wollte das einfach klarstellen, sorry dafür, dass ihr jetzt noch eine Mail dazu bekommen habt. Das nächste Mal werde ich das von meiner Seite direkt mit Daniela klären!
Was zwischen den letzten beiden eMails hinter den Kulissen abgelaufen ist, kann nur erahnt werden. Erstaunlich ist jedenfalls das Verhalten der Professorin. Sollte sie eine Nachricht verschicken wollen, warum dann über die Fachschaft BWL und nicht z.B. ihr Dekanat oder mzstudy oder den ASTA oder das Studentenparlament? Sollten die Ausführungen von Senatorin Steinert stimmen, wäre das Verhalten der neuen Professorin zudem sehr unprofessionell. Nachdem bereits eine Klarstellung in einer privaten eMail erfolgt ist, ist es mehr als peinlich, nach Wochen noch einmal mit den alten Vorwürfen Politik zu machen. Der Betroffenen vorher nicht einmal zu antworten ist beschämend. Nennt sich so etwas ab sofort "akademisches Niveau"?

LeuphanaWatch fragt: Disqualifiziert sich da gerade jemand selbst?

Unabhängig davon muss die Frage gestellt werden, ob Kritik an Berufungsverfahren ab sofort nicht mehr erlaubt ist, weil die Neuberufenen sich sonst gekränkt fühlen? Etwas Differenzierungsfähigkeit wäre angebracht. Peinlich, peinlich, dieses Schauspiel.

Kommentare:

  1. Da hat wohl jemand etwas nicht verstanden und sich instrumentalisieren lassen (und damit intellektuell disqualifiziert) oder es ist jemand vollkommen skrupellos (und hat sich damit moralisch disqualifiziert). Der Uni hat dieses Verhalten jedenfalls geschadet. Auf solche Profs kann ich gut und gerne verzichten.

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  2. Wenn Frau Prof. Dr. Beate Söntgen schon ihren Namen und ihre Position öffentlich benutzt, um den Asta zu diskreditieren und der Infamie zu beschuldigen, kann ihr Name auch genannt werden. Die Frage ist doch eher in wessen Name sie dies eigentlich macht und wem daran gelegen ist, Daniela Steinert und die Senatsliste so an den Karren zu fahren. Etwas unfaire Methoden, aber nicht ungewöhnlich für die Neuausrichtung der Uni.

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  3. von beiden Seiten ein vollkommen unnötiger disput.

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  4. Entlarvend! Damit hat aus meiner Sicht die neu berufene Professorin genau das bestätigt, wogegen Sie ja vehement argumentiert. In der Tat scheint dieses Verhalten zur weiteren Zerstörung von Sozial- und Vertrauenskapital an der Universität beizutragen – mit diesem Verhalten ist die Uni ärmer geworden. Diese armselige Kabale belegt dies. Eine konstruktive Bereicherung der Universität im sozialen Umgang miteinander sieht anders aus – auch bei differierenden Meinungen!. Da sollte sich jemand richtig schämen!

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  5. Interessanter wäre doch eine Stellungnahme von Frau Steinert zur der Stellungnahme von Herrn Spoun am 18.11. Um das Thema der (fast/nicht/wie auch immer) Pleite ging es ja eigentlich.

    "Peinlich, peinlich, dieses Schauspiel." Da ist etwas Wahres dran. Zudem trägt eine gewisse Wortwahl ein gewisses Geschmäckle mit sich.

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  6. Auf dem Blog schreiben Sie zumindest, dass sie bald eine solche Stellungnahme veröffentlichen. Interessant ist auch, warum Spoun genau dann in die Presche springt, wenn Frau Söntgen offensichtlich nicht mehr weiter kommt - obwohl die Pressemitteilung bereits 3 Wochen alt war und er schon lang hätte reagieren können.

    Hier wird ordentlich Wahlkampf gemacht - wie viel Angst muss Spoun vor dem nächsten Senat haben, faszinierend.

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  7. Ich versteh nicht was daran peinlich sein soll, wenn man versucht Beleidigungen richtig zu stellen. Es gibt einen Unterschied zwischen konstruktiver Kritik und Beleidigungen. Diesen merkt man insbesondere auch daran, ob einem die Leute beim nächsten Mal noch zuhören wollen.

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  8. Weil man schon einmal beim Thema ist, sollte man auch die peinlichen Ausfälle eines Senators anlässlich des Wanka Besuchs nicht vergessen.
    Hier drehen einige Leute frei und merken nicht, dass die Grenzen deutlich überschritten sind.
    An einer normalen Universität hätte diese Leute wegen verschiedener Vergehen, angefangen bei Beleidigung bis hin zur Verleumdung und üblen Nachrede, ein ordentliches Verfahren am Halse.

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  9. Stimmt, liebe Laura - übrigens tolle Anspielung auf Masets Buch - an einer "normalen" Universität sind in der Regel alle einer Meinung und stromlinienförmig ausgerichtet. Genau. Wissenschaft wie auch Politik lebt von unterschiedlichen Sichtweisen, die nebeneinander existieren dürfen. Das wird Frau Wanka schon verstanden haben. Dazu gehört auch, dass man Politiker und Uni-Leitung kritisieren darf, ohne gleich als Nestbeschmutzer/in dazustehen.

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  10. Sagt mal haben wir Wahlkampf, oder warum regen sich alle über diese Lappalie auf?
    Es gab ein Missverständnis, jemand hat sich beleidigt gefühlt, jemand hat versucht damit Wahlkampf zu machen, es wurde aufgeklärt und ein Gesprächstermin vereinbart - ist doch alles gut. Vermutlich haben alle Seiten etwas daraus gelernt, die Senatorin wird das nächste mal umsichtiger formulieren und die Professorin wird das nächste mal erst mal intern nachfragen. Danach können wir uns dann auch wieder dem Diskurs über wichtige Dinge widmen.

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  11. @Laura: Beim Besuch von Frau Wanka war im Senat die Hochschulöffentlichkeit doch ausgeschlossen. Hat eigentlich Oli oder Björn die Fachschaft in dem Kreis vertreten und schreibt jetzt hier?

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  12. Wahlkampfzeit kotzt mich an! Da wird zu viel heiße Luft produziert. Egal von wem! Ich freue mich schon auf die Zeit nach den Wahlen und hoffe, dass es dann etwas ruhiger wird.

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  13. Der Wanka Besuch war komplett hochschuköffentlich! Also können die Ausfälle Maset auch hier angesprochen werden

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  14. Also zum Ersten waren das keine Ausfälle, sondern ein vorbereitetes Statement. Dass die Mehrheit, sobald die Vergangenheit Deutschlands angesprochen wird, die Vollkrise bekommt und nicht mehr weiter zuhört, ist ja vielfach bekannt und belegt.

    Dabei mögen Einige sicher überhört haben, dass Herr Maset darauf hin gewiesen hat, dass eine Korrumption von Wissenschaft seitens der Wirtschaft absolut bedenklich ist, dass die Freiheit von Forschung und Lehre gewahrt bleiben muss - und dies nicht nur durch Staatsferne, sondern auch dadurch, dass Institutionen nicht von unternehmerischen Vorgaben, Zwängen und unternehmerisch-hierarchisierten Strukturen eingenommen werden. Da eine freie Wissenschaft die Voraussetzung für ein freies Denken und ein solches die Voraussetzung für Demokratie ist. Dass er damit Recht hat und darüber hinaus weiß, wovon er redet, dürfte denjenigen klar sein, die sich mit seiner Aussage und mit seinen Büchern bereits auseinander gesetzt haben.

    Man muss Menschen auch so verstehen, wie sie verstanden werden wollen. Wer das nicht möchte, kann sich weiterhin den Schlagworten und Kategorien beugen, Lieblingsgegner basteln und sich so sein vermeintlich politisch korrektes Eigenbild erschaffen.



    Was zum Verstandenwerdenwollen in der vorliegenden Debatte hinzuzufügen ist: Wer sich die Pressemitteilung von EUfA durchließt, muss sie schon falsch verstehen wollen, um Frau Söntgens Interpretation ernsthaft aufrecht erhalten zu wollen. Sie hält auch weiterhin an dem Termin fest, den sie auf die Diskreditierung einer Person und auf ihre Fehlinterpretation stütz. Welches Ziel sie sich davon verspricht, ist fraglich. In jedem Fall nach wie vor ein unmögliches Verhalten - welches die Frau Professorin auch offensichtlich nicht aufzugeben bereit ist.

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  15. Liebe Vorrednerin,

    merken Sie, dass fast jeder Satz genauso gut für die "Gegenseite" in Anspruch genommen werden kann? Ich bezweifle es, angesichts Ihres kindischen Tuns (welches genauso für den von Ihnen angehimmelten Herrn Maset gilt). Wer für sich selbst täglich Pluralismus einfordert, sollte diesen Pluralismus auch allen anderen zugestehen. Sogar an Keller, auch wenn man sein Verhalten nicht gutheissen muss.

    Für seine Freiheit von Wissenschaft ist gottseidank noch jeder Wissenschaftler in diesem System selbstverantwortlich. Und sei es um den Preis, dass er der Freiheit wegen auf die Alimentatition verzichtet. Durch den Ruf an eine Universität gibt jeder Wissenschaftler ein Stück weit seine Freiheit selbst auf. Aber er wird an keiner Stelle gezwungen, dass zu denken, was der Präsident verlangt. Wenn ihm sein Ideal höher ist, als die Alimentation, muss er das System verlassen.

    In diesem Sinne will ich hoffen, dass das Buch "Geistessterben" Ihres verehrten Ordinarius nicht ausversehen autobiographische Züge trägt.

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  16. @ 21:35

    Was genau, von dem, was ich schrieb, war "kindisch"?
    Warum wird Keller kein "Pluralismus" zugestanden - was genau habe ich denn überhaupt zu Keller geschrieben?
    Das System darf also nicht kritisiert oder sollte nicht verändert / geschützt / umkämpft werden, weil es so oder so immer einschränkt - aber Jede/r auch freiwillig Freiheiten abgiebt, indem er/sie sich dem System anschließt? Wie genau ohne System leben?

    Offensichtlich bin ich Dir zu nahe getreten, indem ich eine andere Lesart vorgenommen habe als die, die Du gerne hören möchtest. Zugleich sagst Du leider aber genau nichts aus, bringst keine weitere inhaltliche Perspektive ein, außer: Der Status quo ist eben selbiger, passt Euch das nicht, dann geht bitte.

    Ist das Deine Perspektive? Offensichtlich arbeitest Du wissenschaftlich - und das hier ist Deine Umsetzung von kritischer Praxis: "Wenn ihm sein Ideal höher ist, als die Alimentation, muss er das System verlassen."

    Bist schon ziemlich gut leuphanisiert, viel Spaß weiterhin im System.

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  17. Daniela, gib auf dich selbst acht und pass auf, dass du dich nicht von einigen Professoren vereinnahmen lässt. Deine Vernarrtheit in Maset ist nicht zu übersehen und mutet sehr peinlich an.

    Es kommt der Zeitpunkt, an dem du das bereuen wirst.

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  18. @Laura: Dein Prinzip "Wer für sich selbst täglich Pluralismus einfordert, sollte diesen Pluralismus auch allen anderen zugestehen." klingt ein bißchen nach Rosa Luxemburgs Freiheits-Poesiealbum-Sprüchlein. Trotzdem würden dies wohl die meisten unterschreiben. Nur leider handelt das Präsidium - und auch Du - genau umgekehrt, nämlich nach einer ganz einfachen Freund-Feind-Logik. Und da das Präsidium und die Neuausrichtung schon für alles Gute, Richtige, Neue stehen, müssen natürlich alle Kritiker entsprechend konservativ, rückwärtsgewandt und automatisch gegen die Universität handeln. Dass man Kritik an der alten Bürokraten-Uni vor Keller und Spoun übt und dennoch nicht mit jeder Neuausrichtung - nur weil sie neu ist - einverstanden sein muss, kommt Euch gar nicht mehr in den Sinn. Sollte man gesellschaftliche Zustände nur noch ändern können, indem man das "System" verlässt, kann man gleich alle Kritik und jede Idee einer vielleicht besseren, anderen, gerechteren Gesellschaft aufgeben. Deshalb, Laura, halte es statt mit dem Präsidium lieber mit Horaz: Sapere Aude!

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  19. Liebe Laura, es ist traurig, mit an zu sehen, dass Du Dich offensichtlich dem Präsidium angeschlossen hast: vermeintlich gibt nur wenige, die der EUfA-Meinung sind und diese sind namentlich zu verbrennen. "Die Mehrheit würde so etwas nicht sagen, das können nur diese Wenigen"; Spoun spricht ja auch immer ganz gern von "dem Bösen" und "einzelnen radikalen Individuen", die das "Studierendenparadies" zerstören können (siehe Leuphana-Broschüre).

    Vielleicht könntest Du Dich einmal inhaltlich äußern und Deine psychologischen Spielchen anderweitig austesten.
    Oder ist das Dein Niveau, auf dem Du Dich dauerhaft aufhältst - ins Persönliche, wenn es anders nicht mehr geht?

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  20. die persoenlichen angriffe auf daniela und andere finde ich zum kotzen. wer so etwas noetig hat, der sollte sich mal gedanken machen. hier von der freiheit zu faseln und gleichzeitig zuzuschauen, wie unliebsame personen schickaniert werden, erscheint mir sehr schitzophren. dann auch noch implizit moralische rechte anzufuehren und der gegenseite gleiche methoden zu unterstellen, ist dreist.

    damit keine missverstaendnisse aufkommen: ich bin selbst betroffen, weil ich wohl die "falsche" meinung vertreten habe. ich war mir um die moeglichen konsequenzen bewusst und trage sie nun. das macht einen moralischen unterschied zu all jenen personen, die hier viel dampfplaudern, weil sie selbst nichts zu befuerchten haben. so ist es immer gewesen: nach oben buckeln, nach unten treten.

    wenn an dieser universitaet alle von verschiedentlicher schikane betroffenen auspacken wuerden, dann wuerde es lichterloh brennen. nur leider haben zu viele menschen zu viel zu verlieren und zu viele unbeteiligte menschen wuerden mit hineingezogen und muessten konsequenzen tragen; weil die personen an den hebeln nicht differenzieren koennen.

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  21. "Liebe Laura, es ist traurig, mit an zu sehen, dass Du Dich offensichtlich dem Präsidium angeschlossen hast"

    Was ist daran traurig?
    Seit wann kann man sich dem Präsidium anschliessen? Muss man dafür nicht gewählt werden?

    "Spoun spricht ja auch immer ganz gern von "dem Bösen" und "einzelnen radikalen Individuen", die das "Studierendenparadies" zerstören können (siehe Leuphana-Broschüre)"

    Ich kann die angebliche Aussage von "Dem Bösen" und "Radikalen Individuen" in der Broschüre nicht finden.

    "hier von der freiheit zu faseln und gleichzeitig zuzuschauen, wie unliebsame personen schickaniert werden, erscheint mir sehr schitzophren."

    Meinst du Maset? Oder Steinert?

    "wenn an dieser universitaet alle von verschiedentlicher schikane betroffenen auspacken wuerden, dann wuerde es lichterloh brennen."

    Werde konkret! Nenne Beispiel! Wer wird von wem schickaniert?

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  22. @ "Laura": Solche Leute wie Du machen mit ihren peinlichen Absichten, Rache für irgendwas zu üben, jede Diskussion kaputt. Ich schließe mich da ganz 20:17 an - zum Kotzen! Geh woanders hin, um zu nerven!

    In meiner Ausbildung vor dem Studium hab ich einige Schikane-Spielchen mitbekommen. Was wirklich lief war am Ende fast nicht beweisbar, so dass niemand was gesagt hat. Ich hätte nicht damit gerechnet, dass mich meine Uni einmal daran erinnern wird.

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