Sonntag, 11. Dezember 2011

ASTA zum Studienmodell

Der AStA hat sich eingehender mit dem Studienmodell befasst und im November eine Stellungnahme dazu erarbeitet. (1) Der Inhalt kann durchaus kontrovers gesehen werden, so werden u.a. gravierende Veränderungen bzgl. des Leuphana-Semesters angeregt.

LeuphanaWatch findet: Lasst uns diskutieren, die Zeit ist reif.

(1) LeuphanaWatch dankt dem Hinweisgeber.

Kommentare:

  1. Die ersten beiden Jahrgänge zum L-Bachelor sind nach Regelstudienzeit nun fertig, meiner Meinung nach ist es damit an der Zeit Bilanz zu ziehen. Was klappt, was klappt nicht und was kann man besser machen, sind hier wohl die elementarsten Fragen. Ich denke das Studienmodell enthält gute Ansätze, wird aber seinen Zielen nicht überall gerecht. Als wir im AStA die Stellungnahme verfasst haben, wurde einiges durchaus kontrovers diskutiert. Ich bin gespannt welche Lösungsansätze wir übersehen haben und welche Aspekte in der Problemanalyse unbeleuchtet blieben.
    Ein ganz persönlicher Vorschlag von mir, wäre das Modul "Wissenschaft trägt Verantwortung" ins 3. oder 4. Semester zu schieben und stattdessen ein Komplementärmodul ins erste Semester aufzunehmen. Damit hätte man wirklich interdisziplinäre Forschungsmodule die in eine Konferenz münden.

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  2. Mein großer Verbesserungswunsch für das Leuphana-Semester: Man kommt nicht umhin, sich "Rechtschreibung und Orthografie für alle" zu wünschen (15 CP bitte: Vorlesung + Vertiefungsseminare + Übungen + Tutorien zur Übung), wenn man derartige "Stellungnahmen" und Kommentare liest...

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  3. das stimmt, wobei ich da unterscheide bei kommentaren o.ä. und stellungnahmen. mich wunderte schon vor jahren, als die sozialarbeits-/sozialpädagogen-studis ihre stellungnahmen und offenen briefe veröffentlichten (nachlesbar noch immer im roten feld im keller), dass diese anscheinend nie korrekturgelesen wurden. teilweise oberpeinlich, was da an die landesregierung o.ä. ging. inhaltlich gut, ortografisch schlecht. und letzteres führt nunmal dazu, dass manche einen weniger ernst nehmen, auch wenn das thema noch so wichtig ist.

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  4. Na, gut, dass sich hier inhaltlich ausgetauscht wird. Und das, wo sonst immer Konstruktivität gefordert wird...
    Also ich finde die Ansätze und Kritikpunkte gut, sehe aber folgendes Motivationsproblem: alles wird kontinuierlich evaluiert, nichts verändert sich. Bereits der Bildungsstreik hat viele Ideen produziert - welche davon sind umgesetzt?
    Das Leuphana Semester muss in jedem Fall verändert werden, lange Zeit dümpelt es nun irgendwie so vor sich hin und hätte schon lange ausführlich inhaltlich nachgebessert werden müssen.
    Wichtig wäre auch, zu reflektieren, inwieweit die Forschungsmethoden überhaupt so gelehrt werden, wie sie im Endeffekt für eine Arbeit angewendet werden müssen. Ich sehe es ziemlich kritisch, Methoden von Inhalten zu trennen - aber genau das passiert im Leuphana Semester, weil die vermeintlichen "Forschungsprojekte" keine sind und die Anzahl der zu betreuuenden Studis zu groß ist, als dass tatsächlich Wissenschaftliches entstehen könnte.

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  5. Na ja, die letzten tags gehören natürlich zusammen und da sollten auch alle schreiber-/innen mal konsequent sein. entweder soll es eine bildungshochschule sein oder eine wissenschaftliche universsitaet. ich kann nicht gleichzeitig alle hochschulzugänge aufmachen und mich dann andererseits wundern, dass keine rechtschreibung vorauszusetzen ist. ich kann nicht ein reinschnuppern in alles mögliche toll finden und wissenschaftliche expertise einfordern. ich kann nicht einen riesigen gemischtwarenladen an leuphanasemester gut finden und mich wundern, dass das über lehrbeuftragte läuft.

    was mich an der debatte außerdem stört ist, dass gar nicht mehr auf bildungsökonomische seite gesehen wird. natürlich ist das leuphanamodell ein sparmodell. transdisziplinär und bildend sind nun mal schöne marketingworte dafür, dass die personalmittel für richtige fachstudien in lueneburg halt nicht mehr reichen. nicht mal in den minor, die ja nun wirklich schon winzig sind. das aber hat die landespolitik gewollt. man hat sich doch in hannover nicht für das st.gallen-modell entschieden, weil man den bildungsgerede geglaubt hat. man hat darauf gesetzt, weil alles mit allem zusammengeschmissen nun mal am billigsten ist. übrigens ist auch 5 cp billiger alss 6 cp, denn je kleiner die module, um so besser kann man alles mit allem kombinieren.

    also mein vorschlag: nicht immer wieder mit dem ideologischen überbau befassen und behauptungen ueber den angeblichen sinn nachgehen, sondern mal fragen, was der zweck der ganzen übung ist. meine these: politisch vorgegebener zweck ist ein möglichst billiges studienmodell an einer niedersächsischen resthochschule, das so lecker verpackt aussehen soll, dass leute es trotzdem studieren und dafuer sogar noch studiengebuehren bezahlen. und diese vorgabe aus hannover, liebe leute, ist dem marketingaffinen und kostenrechnungsfesten praesidium nun wirklich gelungen. ob man es mag oder nicht.

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