Freitag, 4. März 2011

Grüne Lüneburg: Mehr Uni statt Bundeswehr!

Die Landeszeitung berichtete am 2. März, dass CDU und SPD eine Resolution zum Erhalt des Bundeswehrstandortes Lüneburg in den Stadtrat eingebracht haben (1). Anders sehen das die Grünen: Sie wollen im Rahmen der Bundeswehrreform freiwillig auf die Soldaten verzichten. Statt dessen sollen Bund und Land den Uni-Ausbau unterstützen. Die Grünen erwarten eine Kompensation in Form eines weiteren Studiengangs im Bereich Naturwissenschaften mit mindestens 500 Studenten und schlagen ein Kompetenzzentrum für nachhaltige Energien vor.

SPD und CDU halten von der Idee vermutlich wenig, hat doch OB Mädge gerade noch erklärt:
Ich werde mich für den [Bundeswehr]Standort einsetzen, die Soldaten gehören zum Stadtbild. (2)
Die CDU denkt auch an das Geld.
Schließlich wolle der Bund knapp 20 Millionen Euro bis 2016 in die Modernisierung der Theodor-Körner-Kaserne investieren. (2)

LeuphanaWatch meint: Die Idee der Grünen ist doch gar nicht schlecht und die 20 Millionen Euro für die Kaserne kriegt Holm Keller sicher auch verbaut. Vielleicht fangen die die Kostensteigerungen beim Audimax auf. OB Mädge sollte sich an seine alten Aussagen erinnern:
Vor einigen Jahren konnten sich Celle und Lüneburg entscheiden, wer ein großes Gefängnis und wer eine Hochschule bekommt. Celle wählte das Gefängnis und ärgert sich sicher noch heute. Lüneburg setzte auf die Zukunft.

Ist die Wahl zwischen Bundeswehr und größerer Universität nicht eine ähnliche Frage?

Quellen:
(1) http://www.stadt.lueneburg.de/bi/vo020.asp?VOLFDNR=3962&options=4
(2) LZ 2. März 2011 - "Grüne wollen Truppe wegtreten lassen"

Kommentare:

  1. Toll ein Studiengang mit 500 Studenten mehr... Dann können wir gleich Volgershall behalten, damit ist dann auch das Problem Maschienenhalle geklärt. Als Standort für Umwelt und Technik ist Volgershall überhaupt gut geeignet. Dann lohnt sich auch endlich wieder eine vernünftige Busanbindung. Statt neue Gebäude auszustatten kann man dann auch einfach die Millionen die aus dem wiedersinnigen Verkauf des Standortes gezogen werden sollten ausgleichen.

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  2. Da kann mensch mal wieder sehen, wie weltfremd die Grünen sind. Die Uni in LG ist lange Vergangenheit, ihre Nachfolgeorganisation - wie hieß die gleich noch - wird 2014 auch Vergangenheit sein, ein heruntergewirtschaftetes Geisterhaus, die Bundeswehr aber wird es auch in Jahrzehnten noch geben. Also wenn ich Kommunalpolitiker wäre und diese Alternativen hätte, dann wüsste ich aber auch, wofür und wogegen ich mich entscheiden würde.

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