Montag, 21. März 2011

Chipkarte zur Anwesenheitskontrolle?

An der Leuphana Universität Lüneburg setzen sich Studenten für ein Ende der Anwesenheitspflicht ein. Nicht so in Münster. Die Medizinstudenten an der dortigen Universität sind entweder Vorreiter eines neuen Trends oder dürften den Schuss nicht gehört haben. Dort gibt es eine Chipkarte zur elektronischen Anwesenheitserfassung, wie das Magazin "unicum" berichtet. [1] Die ELAN-Karte funktioniert so:
Vor jedem Kurs hält nun der Student seinen Chip an das Lesegerät des Dozenten. Wenn es piept, bedeutet das: Student im richtigen Kurs. Daneben ist mit der neuen Wunderkarte auch das Tauschen von Seminaren möglich. Die Studis scheinen begeistert. Obwohl das System freiwillig ist, nutzen fast 100 Prozent den Service. [1]

LeuphanaWatch findet das bescheuert.

[1] unicum März 2011 auf Seite 6

Kommentare:

  1. "LeuphanaWatch findet das bescheuert." (wenn Studenten freiwillig!!! eine Anwesenheitskarte nutzen)

    Selten so eine gutbegründete Argumentation gehört. Weiterso LeuphanaWatch!

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  2. nicht die unicum lesen

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  3. dann müsste das ganze UWi/KuWi Volk an der so nachhaltigen uni ja wirklich mal da sein.
    nein, das geht nicht.

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  4. Es fällt wohl in einem Kuwi oder Uwi-Seminar viel mehr auf, nicht anwesend zu sein, als im HS1 bei einer BWL-Vorlesung.

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  5. je weniger leute zur vorlesung oder zum seminar kommen, desto hochwertiger kann der stoff rübergebracht werden.

    Ich hab doch keinen bock dass meine seminare schlechter werden, nur weil ein chip die ganzen dauerlabernden vollidioten zwingt zu seminaren zu gehen die sie eh nicht raffen.

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  6. "Ich hab doch keinen bock dass meine seminare schlechter werden, nur weil ein chip die ganzen dauerlabernden vollidioten zwingt zu seminaren zu gehen die sie eh nicht raffen."

    - es gibt aber nicht nur "Dauerlaberseminare", sondern auch Studiengänge wie Medizin (in Münster), in denen Pflichtkurse durchaus wichtig sind. Der Einsatz von Chipkarten kann darum durchaus sinnvoll sein.

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  7. Gut, in Fächern wie Medizin ist es durchaus sinnvoll die Menschen zu ihren Kursen zu zwingen, da gebe ich dir Recht. Aber gerade in den Geisteswissenschaften lernen die Leute nun mal unterschiedlich, manche bilden sich nun mal lieber selbst, und wenn sie nur bei einem drittel der Termine da waren, Prüfungs- und Studienleistung aber trotzdem mit einer 1 vorne bestehen - wo ist das Problem? Und wo ist das Problem dabei wenn Leute die die Seminare nicht besuchen bei der Prüfung durchfallen? Wozu unnötig zwingen, dann findet kein lernen daraus statt, für eigene Entscheidungen die Konsequenzen zu tragen.

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