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Samstag, 17. Dezember 2011

Wahleinspruch abgelehnt

Der Wahlausschuss hat den Einspruch der Studentenparlamentsliste der Fachschaft BWL abgelehnt. Die Liste hatte, wie berichtet, das Wahlergebnis für das Studentenparlament der Leuphana Universität Lüneburg angefochten. Das vorläufige studentische Wahlergebnis hat nach Beschluss des Wahlausschusses Bestand. Details zur Beschwerde und zur Ablehnung sind auf der Seite des Wahlausschusses nachzulesen.

LeuphanaWatch meint: Peinliche Schlappe für "die" Fachschaft, die sich als schlechter Verlierer gibt.

Mittwoch, 14. Dezember 2011

STUPA: Wahlverlierer erzwingen Neuauszählung

Das hat es noch nicht gegeben: Das Wahlergebnis für das Studentenparlament der Leuphana Universität Lüneburg wurde angefochten und eine neue Auszählung wird erfolgen. Das teilte der studentische Wahlleiter am gestrigen Nachmittag in einer eMail mit. Darin werden Helfer gesucht:
Liebe Studierende,
die Stimmzettel der StuPa-Wahl sollen noch einmal überprüft werden. Hierfür suchen wir noch dringend HelferInnen.

Wo & wann? : Donnerstag 14 - 18 Uhr im Senatssaal der Uni (Geb. 10 im 2.Stock)
Für Knabbereien ist gesorgt.

Mit freundlichen Grüßen
(Name entfernt, LW)
stud. Wahlleiter
Eine Beschwerde der Liste der Fachschaft BWL ist nach Informationen von LeuphanaWatch für den erheblichen Aufwand verantwortlich, der nun erneut von ehrenamtlichen Helfern vollbracht werden muss (1). Die Liste hat laut vorläufigem Wahlergebnis bei der Wahl des Studentenparlaments zwei ihrer sieben Sitze verloren.

Mit ihrer Beschwerde gehen die Wahlverlierer ein hohes Risiko: Ist ihre Aktion nicht sehr gut begründet und/oder bleibt das Ergebnis in der jetzigen Form bestehen, werden sie in den Augen vieler als schlechte Verlierer darstehen.

(1) LeuphanaWatch dankt für den Hinweis.

Montag, 12. Dezember 2011

Akademisches Wahlergebnis ist da

Das Ergebnis der akademischen Wahlen an der Leuphana Universität Lüneburg ist da. Der späte Zeitpunkt liegt darin begründet, dass der Wahlausschuss das Ergebnis erst heute festgestellt hat. Es ist hier als ZIP-Datei herunterzuladen.

Im neuen Senat (Amtszeit ab 1.4.2012) gibt es bedeutende Veränderungen. So hat u.a. der profilierte Spoun/Keller-Kritiker Prof. Maset seinen Senatssitz verloren. Generell scheinen eher präsidiumsfreundliche Personen in den Senat gewählt worden zu sein. Am deutlichsten ist dies bei den Studenten sichtbar. Zu ersten Mal seit mehr als einem Jahrzehnt hat die Liste der Fakultät Wirtschaft / Fachschaft BWL ("LEUPHANA gemeinsam gestalten!") die Mehrheit der studentischen Sitze errungen. Mit 1338 Stimmen siegte sie deutlich gegen die Nachfolgeliste von Eine Uni für alle ("AKUT - Alternativ Kritisch Unabhängig Transparent") mit 820 Stimmen. Somit besetzt die Fachschaft BWL 2 Plätze, AKUT nur noch einen. Allerdings bleibt dem Präsidium mit Senatorin Daniela S. seine schärfste Kritikerin erhalten. Sie wurde - nicht zum ersten Mal - wiedergewählt.

Eine ausführliche Analyse des Wahlergebnisses wird durch die Listen in der nächsten Zeit erfolgen müssen. Besonders die kritischen Studenten aus dem Senat müssen sich fragen, wie es zu dieser dramatischen Stimmenverschiebung kommen konnte. Erklärungsansätze kann es viele geben. Einige Gedanken:
  • die politische Ausrichtung wird grundsätzlich nicht geteilt, das Programm war zu "radikal"
  • der gefahrene harte Konfrontationskurs der letzten Amtszeit verschreckte Wähler (grundsätzlich oder weil unzureichend vermittelt)
  • der Listenname schreckte potenzielle Wähler der "Mitte" ab
  • erstmals gelang es der Wirtschaftsliste, auch vereinzelte Studenten anderer Fakultäten in ihre Liste einzugliedern
  • 'Kleinvieh macht auch Mist'; viele Kandidaten auf einer Liste ziehen viele Stimmen, weil man eher jemanden kennt - die Fachschaft mit klarem Vorteil
  • das Auslaufen der alten Studiengänge hat viele kritische Wähler wegfallen lassen
  • schlechterer Wahlkampf
Viele Gründe mag es geben. Der Kampf um die Deutungshoheit des Wahlergebnisses wird jedenfalls bald beginnen. Klar ist aber bereits jetzt: Die Opposition des Präsidenten hat einen schweren Schlag einstecken müssen. Nun bleiben als prominente Kritiker nur noch die wiedergewählte und frisch bestätigte Senatorin Daniela, der ASTA (wird allerdings bald neu gewählt, die Karten werden also neu gemischt) - und wir.

LeuphanaWatch verrät: Wir bleiben dran, denn nun sind wir nötiger denn je! Das zeigen auch die Zugriffszahlen.

Dienstag, 6. Dezember 2011

Gefakte Flyer aufgetaucht [ergänzt 7.12. 1:15]

Update:
In einer Umgebung mit viel kreativen Potenzial sind die Unterschiede zwischen Schein und Sein teils sehr dünn. LeuphanaWatch hat den Sachverhalt, dass Flyer mit offensichtlich falschem Inhalt verteilt werden falsch interpretiert. Wie uns unsere Leser aufmerksam machten handelt es sich NICHT um Fälschungen. Die Fehler sind im Original vorhanden.

Dies rückt die Aussage der Studentin der Kulturwissenschaften jedoch in ein anderes Licht. Leser von Leuphanawatch vermuten, dass diese Aussage ihr untergeschoben wurde. Diese Aussage kann derzeit jedoch weder bestätigt noch dementiert werden.

Ursprünglicher Beitrag:

Zu den jetzigen akademischen Wahlen sind gefakte Flyer einer Liste für den Senat im größeren Stil aufgetaucht. Von ihrer äußeren Aufmachung sind die Flyer stark an das Design der Fachschaft BE & M angepasst und sind überschrieben mit „Leuphana gemeinsam gestalten! Senat: Liste 1“.

Zu erkennen sind sie auf der Seite „Wahlen – Was, Wer, Wann, Wo, Warum, Wie?“ durch eine offensichtliche falsche Aussage, dass der Senat 16 Mitglieder umfassen und aus Professoren, Mitarbeitern der Leuphana und 3 Studierenden bestehen würde. Hier wurde eine Statusgruppe mit ihren 3 Plätzen einfach mal unterschlagen. Der Senat der Universität Lüneburg besteht, wie allgemein bekannt, aus 19 stimmberechtigten Mitgliedern[1]. Es muss davon ausgegangen werden, dass weitere falsche Aussagen den Kandidaten und Kandidatinnen untergeschoben wurde. So ist eine Aussage wie „Als Studentin der Kulturwissenschaften möchte ich mehr Vielfalt und frischen Wind in den Senat bringen“ sicherlich auch kein Originalzitat. Doch was ist sonst noch alles falsch?

LeuphanaWatch denkt:
Auch wenn die Flyer durch den offensichtlichen und witzigen Fehler leicht als Fake zu erkennen sind kann hier nicht mehr von einer fairen Wahl gesprochen werden. LeuphanaWatch fordert seine Leser auf, diese gefälschten Flyer einzusammeln und zu vernichten. Zudem würde es uns freuen, falls weitere Fehler hier veröffentlicht werden könnten. Auch Hinweise, aus welchen Kreisen die Fälscher kommen, sind erwünscht. Die politischen Gegner können es kaum sein, schaffen selbige kaum die Logistik, ihren eigenen Wahlkampf zu gestalten.

[1] http://www.leuphana.de/ueber-leuphana/organisation/senat.html

Sonntag, 4. Dezember 2011

Kritische Köpfe stärken, wählen gehen

Ab morgen wird gewählt, die Hochschulwahlen 2011 finden vom 5. - 7. Dezember statt. Alle Studenten der Leuphana Universität Lüneburg sind wahlberechtigt und können abstimmen über:
- Studentenparlament (StuPa)
- Fachgruppenvertretungen (FGV)
- Semesterticket
- Semesterticket Kultur
- Senat
- Fakultätsrat

Die Wahlbeteiligung ist an der Leuphana Universität Lüneburg traditionell hoch. Das sollte auch in diesem Jahr sein, damit die Studentenvertreter mit einem guten Ergebnis im Rücken offensiv für die Interessen ihrer Wähler auftreten können. Verschiedene Wahllisten, Kandidaten und Ticketvarianten stehen zur Auswahl. Eine Übersicht und zahlreiche weitere Informationen bietet der ASTA auf seiner Webseite zur Hochschulwahl. Eine Wahlzeitung mit dem Programm der verschiedenen Listen und Kandidaten ist beim ASTA zu finden.

LeuphanaWatch gibt traditionell keine Wahlempfehlung ab. Allerdings empfehlen wir einen Blick in die Wahlprogramme der Kandidaten, die mit kritischem Verstand gelesen und hinterfragt werden sollten. Und wir bitten euch wählen zu gehen. Hochglanzflyer mit Leuphana-Logo und kritiklose Lobhudelei haben selten Verbesserungen angestoßen. Stärkt kritische und unabhängige Köpfe, die auf Misstände und Probleme hinweisen. Nur so kann es in eurem Sinne Veränderungen geben.

Sonntag, 20. November 2011

Kandidaten für Senat / FAK-Räte stehen fest

Für die akademischen Wahlen im Dezember steht fest, wer für den Senat und die Fakultätsräte kandidiert und um Stimmen wirbt. Details zur Wahl und zu den Wahlvorschlägen gibt es auf der Webseite der Leuphana Universität Lüneburg.

http://myshare.leuphana.de/de701e774c0277718187eeec16a595e5

Die wichtigsten Erkenntnisse für Studenten bzgl. der Senatswahl:
Die Liste der Fachschaft BWL nennt sich in diesem Jahr "LEUPHANA gemeinsam gestalten".
Eine Uni für alle nennt sich "AKUT".

Freitag, 11. November 2011

Wahlkampf absurd

Nach der aufgeladenen Amtszeit 2011 verspricht der Wahlkampf für die neue Gremienwahl spannend zu werden. Dieses Jahr üben sich nicht nur die Studierenden in Grabenkämpfen, sondern auch die Professoren.

Entgegen sonstiger Gepflogenheiten schlägt die Wahl der studentischen Gremien hohe Wellen. Bereits seit 2008 hat sich das Studierendenparlament weniger als konsensorientiertes Parlament aufgestellt, sondern in widerstreitenden parteinahen oder studiengangsspezifischen Listen Politik gemacht. Neu ist dieses Jahr, dass sich Studierende zu einer Liste formieren, die sehr an die "Leuphana Studierendenschaft" aus dem Jahr 2007 erinnern: Eine ominöse "Liste Leuphana" rüttelt die Universität auf. Sie schreibt auf ihrer Homepage:
"Brauchen wir als Studierende so viele eigene Räume? Braucht jede Fachgruppenvertretung eines Studiengangs ein eigenes Büro? Braucht es ein "Wohnzimmer" in dem Studierende nichts tun außer zu sitzen und Kaffee zu trinken (wofür Café 9 eigentlich da ist)?"

"In der optimalen Hochschule sind alle Studiengänge perfekt aufeinander abgestimmt, die klugen Köpfe befruchten sich gegenseitig und die Major und Minor greifen wie präzise geölte Zahnräder ineinander. Es muss jedoch diskutiert werden ob wirklich alle Studiengänge diese Anforderungen erfüllen und in das Konzept der Leuphana passen. Die Universität braucht Studiengänge mit hohem Forschungs- und Leistungsoutput, diese müssen wir fordern und fördern. Dazu gehören in erster Linie die Nachhaltigkeits-, Kultur- en sowie die Wirtschaftswissenschaften. Andere Studiengänge weisen in diesem Bereich Differenzen auf, die ihren Platz an der Universität in Frage stellen. Einer dieser Fälle ist das Lehramt.
Im Lehramtsstudium wird nicht Bildung vermittelt sondern für einen Beruf ausgebildet. Lehramt bringt keine Erkenntnisse, die in den Wissenspool auf unserem Campus einfließen können. Lehramtsstudierende werden niemals die nachhaltigen Entscheidungen eines Unternehmens beeinflussen, keine wissenschaftlichen Erfolge feiern, keine Nobelpreise gewinnen – sie passen, kurz gesagt, auf Kinder auf. Natürlich ist dies eine löbliche Aufgabe und ihnen gehört Ankerkennung gezollt. Aber passen sie zur Leuphana? Wir wollen uns als Liste dafür einsetzen, dass dieser Diskurs ehrlich und im Einverständnis aller Beteiligten geführt wird um eine für alle zufriedenstellende Lösung zu finden."
Wer näher hinsieht, bemerkt, dass es die "Liste Leuphana" bereits zur letzten Wahl gab, damals wie heute eine Kritik der bisherigen Linie des Präsidiums der Leuphana. So gelingt es der Liste, den Finger in die richtige Wunde zu legen: Wer erinnert sich nicht an Spouns Schlingerkurs in Sachen Lehramt? Lange hat es der Präsident kontinuierlich vermieden, zu Lehramt an der Leuphana Universität Lüneburg deutlich Stellung zu beziehen. Musste er im Rahmen einer studentischen Vollversammlung im Jahr 2010 die Akkreditierung des Lehramts vorantreiben, so fühlt er sich nun erneut dazu genötigt, zu reagieren. Am 10. November wurde folgende Stellungnahme des Präsidenten und der Dekanin an alle Mitarbeitenden der Universität verschickt:
"Liebe Kolleginnen und Kollegen,
liebe Studierende,

die sogenannte „Liste Leuphana“ hat folgende Ausführungen zur Stellung der Lehrerbildung an der Leuphana Universität verbreitet:
„Im Lehramtsstudium wird nicht Bildung vermittelt sondern für einen Beruf ausgebildet. Lehramt bringt keine Erkenntnisse, die in den Wissenspool auf unserem Campus einfließen können. Lehramtsstudierende werden niemals die nachhaltigen Entscheidungen eines Unternehmens beeinflussen, keine wissenschaftlichen Erfolge feiern, keine Nobelpreise gewinnen – sie passen, kurz gesagt, auf Kinder auf. Natürlich ist dies eine löbliche Aufgabe und ihnen gehört Ankerkennung gezollt. Aber passen sie zur Leuphana? Wir wollen uns als Liste dafür einsetzen, dass dieser Diskurs ehrlich und im Einverständnis aller Beteiligten geführt wird um eine für alle zufriedenstellende Lösung zu finden."

Präsidium und Dekanin der Fakultät Bildung weisen diese Vorwürfe scharf zurück. Bereits im Zuge der intensiven Diskussion und kritischer Abwägung aller Aspekte des Senats zur Entwicklungsplanung im Jahr 2008, wurden immer wieder Vermutungen und Vorwürfe geäußert, die Lehrerbildung passe nicht in das Leuphana Konzept und würde über kurz oder lang geschlossen werden. Teil der Entwicklungsplanung war die Implementierung von vier Wissenschaftsinitiativen, eine davon ist die Initiative Bildungsforschung. Zudem wurde die Neuaufstellung der Lehrerbildung von einer externen Expertenkommission begleitet. Für eine zukunftsorientierte Lehrerbildung strebt die Leuphana Universität folgende Ziele an:

1. Kompetenzen bündeln
In der Fakultät Bildung sind die notwendigen Ressourcen für das Lehramtsstudium gebündelt. Darüber hinaus verstärken die anderen drei Fakultäten in spezifischen Fachgebieten die Lehrerbildung sowohl in Forschung als auch Lehre, so dass die Leuphana insgesamt für ein hervorragendes Portfolio in der Lehrerbildung steht. In der Fakultät Bildung und den für die Lehrerbildung wichtigen Nachbardisziplinen sind bereits zehn neue Professorinnen und Professoren neu berufen worden. Mit dem Zielbild einer Ausstattung von insgesamt ca. 30 Professuren sind sowohl der Professionalisierungsbereich (Erziehungswissenschaften und Psychologie) als auch die Fachdidaktiken und Fachwissenschaften im Vergleich mit anderen Universitäten personell gut ausgestattet. Um die Idee einer gemeinsamen Wissenschaftsinitiative mit Leben zu füllen, wird intensiv an dem Forschungsschwerpunkt „Umgang mit Heterogenität in der Schule“ gearbeitet. Damit positioniert sich die Leuphana Universität Lüneburg sowohl in der Forschung als auch in der Lehre deutlich im aktuellen bildungswissenschaftlichen Diskurs.

2. Bildung statt Ausbildung
Das professionelle Handeln von Lehrerinnen und Lehrern erfordert neben sachlichfachlicher Expertise ein enormes Maß an Reflexionsfähigkeit und Weitsicht, welches dadurch angeregt und entwickelt wird, dass die beteiligten Disziplinen Erziehungswissenschaften, Psychologie, Fachdidaktiken und Fachwissenschaften – Forschung, Lehre und Praxis im Sinne einer handlungsorientierten Bildung auf fundiertem wissenschaftlichen Niveau miteinander verbinden. Über diese enge Verzahnung wird angestrebt, die Lehramtsstudierenden sowohl auf eine problemorientierte, Fachgrenzen überwindende Unterrichtsgestaltung vorzubereiten als auch deren lebenslange eigene Professionalisierung zu initiieren. Dabei geht die Lehrerbildung im Sinne des Bildungsideals der Leuphana Universität Lüneburg grundsätzlich über ein Konzept reiner Kompetenzentwicklung hinaus. Die Verzahnung von Fachwissenschaft, Fachdidaktik und Erziehungswissenschaft/Psychologie zielt immer auch darauf ab, mit den Studierenden spezifische überfachliche Werthaltungen und Orientierungen als Deutungsmuster und Grundlage zu entwickeln, um zukünftige Herausforderungen aktiv gestalten zu können.

3. Theorie trifft Praxis
Die Ermöglichung frühzeitiger und kontinuierlicher Lehr- und Praxiserfahrungen innerhalb der Lehrerbildung sind ein wesentlicher Eckpfeiler an der Leuphana Universität Lüneburg. In den Fokus rückt somit eine konkrete Handlungsebene, die spezifische Wissensbedarfe und Bedingungsfelder ersichtlich werden lässt. Dies impliziert die Konzeption und Etablierung praxis- und problemorientierter Lehr-Lern-Arrangements und Methoden im hochschuldidaktischen Kontext. Mit der Stärkung dieser theoriebasierten Praxis- und Problemorientierung wird ein gewichtiger Schritt zur Entwicklung von beruflicher Professionalität in der universitären Lehramtsausbildung ermöglicht. Durch ein Partnernetzwerk aus Fakultät Bildung, Kompetenzzentrum für schulische Praxisstudien, umgebenden Schulen, der Landesschulbehörde sowie das demnächst zu gründende Kompetenzzentrum für Lehrerfortbildung wird über die reflexive Verzahnung von Theorie und Praxis ein national konkurrenzfähiges und internationalen Ansprüchen genügendes Profil aufgebaut und eine entsprechende Ausbildung, Bildung, Fort- und Weiterbildung professionell in Schule Agierender garantiert.

4. Flexibilität durch innovative Studienangebote
Mit dem Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur werden derzeit die Möglichkeiten eines viersemestrigen Master of Education ausgelotet. Dieses Studienangebot eröffnet den Studierenden die Chance, mit einem Masterangebot in Educational Sciences entweder die schulbezogene Berufsperspektive zu vertiefen als auch ein verstärkt theoretisch-wissenschaftliches Programm zu wählen. Beide Wege, die viersemestrigen Master für das Lehramt an Grundschulen, an Haupt- und Realschulen sowie an Berufsbildenden als auch der Master in Bildungswissenschaften eröffnen den Studierenden den Weg zur späteren Promotion bei entsprechender persönlicher und fachlicher Eignung. Zudem besteht die Möglichkeit durch das integrative Konzept der Graduate School das Masterstudium mit einer Promotion zu verzahnen. Auf diesem Weg wird auch der akademischen Nachwuchs und damit die Forschung gefördert, die Qualität in der Lehramtsausbildung durch vertiefte wissenschaftliche Fundierung und Fachlichkeit erhöht sowie die Attraktivität der Leuphana Universität für Studierende gesteigert.
Eine erneute Diskussion um die Bedeutung der Lehrerbildung an unserer Universität erscheint uns gegenüber den vielen Kolleginnen und Kollegen, die mit großem Engagement und Einsatz an der Erreichung der oben formulierten Ziele arbeiten, unangemessen. Im laufenden Wahlkampf der akademischen Hochschulwahlen sind kontroverse Diskussionen wünschenswert, diese sollten aber auf einer sachlichen Ebene geführt werden.

Mit herzlichen Grüssen
(Namen entfernt)"
Es ist doch erstaunlich, dass es eine Liste für die studentischen Wahlen schafft, noch im Vorfeld der Wahlen eine solche Reaktion hervor zu rufen. LeuphanaWatch gratuliert den engagierten Studierenden und wünscht weiterhin viel Erfolg!

Auch auf der Seite der Professorenschaft aber zeigt sich das Ergebnis der Spounschen Politik: Entgegen bisheriger Gepflogenheiten, sich nach Fakultäten für den Senat aufstellen zu lassen, gibt es anstelle der bisherigen Listen (BiKuwi, Wirtschaft, Nachhaltigkeit) die Listen "BiKuwi", "Wirtschaft" und "Neuausrichtung". So mutiert die ehemalige Nachhaltigkeits-Liste zum Auffangbecken für all diejenigen, die unter dem Deckmantel der Neuausrichtung einen Wahlkampf mit Schlagworten antreten. Wer sollte sich schon gegen die Neuausrichtung aussprechen? Spannend wird, ob sich die Listen der Profs jetzt, wo sich politische Listen formieren, auch Wahlprogramme und politische Erklärungen abgeben oder ob die nächste Amtszeit der Gremium von einem primitiven Grabenkampf bestimmt wird: pro oder contra Präsidium.

Donnerstag, 26. Mai 2011

ASTA gibt Wahlergebnis bekannt

Der ASTA hat heute das Ergebnis der studentischen Wahl bekannt gegeben. So sieht es aus:

Semesterticket:
Gewonnen hat Variante 1 mit 59,5%. Das bisherige Ticket bleibt.

Für die Wahl des Studentenparlaments gibt es noch keine Informationen über die gewählten Kandidaten. Allerdings ist die Sitzverteilung zwischen den Wahllisten klar:
Einzelkandidatin Arnold, Annika:
2,31% der Stimmen und damit 0 Plätze im StuPa.

Liste 1: Die Linke ins StuPa:
1,22% der Stimmen und damit 0 Plätze im StuPa.

Liste 2: Fakultät Wirtschaft - 3 Campi, eine Liste - gemeinsam mehr erreichen!
41,98% der Stimmen und damit 7 Plätze im StuPa.

Liste 2: QuattroFAK - Vier Fakultäten, EINE Liste
43,94% der Stimmen und damit 7 Plätze im StuPa.

Liste 4: Grüner und autofreier Campus
10,55% der Stimmen und damit 2 Plätze im StuPa.
Quelle: ASTA
LeuphanaWatch gratuliert den siegreichen Listen. Stolz fühlen können sind vor allem alle Studenten der Universität Lüneburg, die den Weg in die Wahllokale gefunden haben. Sie haben gezeigt: Demokratie gibt es noch an der sog. "Leuphana" Universität Lüneburg - zum Glück wurde die Wahl von den Studenten selbst organisiert. Gerüchten zur Folge soll das Wahlergebnis deshalb auch bestehen bleiben, falls Einzelpersonen damit unzufrieden sind. Für Flatrate-Wählen sich die Studenten nicht zu haben. (1)

Der ASTA findet lobende Worte:
Die Wahlbeteiligung war mit glänzenden ca. 35,5% für Hochschulwahlen erfreulich hoch und ist im Vergleich zu den letzten Jahren erneut gestiegen. Damit sind wir bundesweit ganz weit oben!
Wahlbeteiligung "nach Wahlkreisen" für StatistikerInnen und Interessierte (ca.-Werte):
Campus - Fak. Bildung: 37,5%
Campus - Fak. Wirtschaft: 40,1%
Campus - Fak. Kuwi: 38,2%
Campus - Fak Nachhaltigkeit: 45,2%
Campus - Promotionsstudis: 12,2%
Campus - Professional School: 0,3%
Rotes Feld - Fak. Wirtschaft: 43,7%
Volgershall - Fak. Wirtschaft: 32,2%
Quelle: ASTA
LeuphanaWatch fragt: Ist das Wahlergebnis gut für die Leuphana Universität Lüneburg?

(1) LeuphanaWatch dankt für den freundlichen Hinweis in dieser Sache. ;-)

Montag, 23. Mai 2011

Wahlen gestartet - Kandidatencheck

Heute morgen sind die Wahlen der Studenten an der Leuphana Universität Lüneburg gestartet. Mit abgestimmt wird auch das Semesterticket. Informationen zu den Kandidaten für das Studentenparlament enthält die Wahlzeitung vom ASTA.

LeuphanaWatch kommentiert:

Einzelkandidatin Annika A.
kann im Stadtorchester, der Hochschulgemeinde oder beim Feiern angetroffen werden. Mitbestimmung ist ihr wichtig, sie ist kompromissbereit und arbeitet gern. Deshalb möchte sie gern ins STUPA. Da wird sie sicher auch Inhalte vertreten...

Liste 1: Die Linke ins StuPa
will durch Namen überzeugen und verzichtet auf ein Programm in der Wahlzeitung. Wahlplakate oder Flyer Fehlanzeige! Soll sich auf der Vollversammlung als unbequemer Haushaltsprüfer dargestellt haben. Wer Liste 1 wählt, bekommt trotzdem die Linke. Klar soweit?

Liste 2: Fakultät Wirtschaft - 3 Campi, eine Liste - gemeinsam mehr erreichen!
hat definitiv den Längsten (Namen) und setzt auf Masse. 42 Kandidaten wollen mehr erreichen, denn "die Zukunft unserer Uni beginnt jeden Morgen um Acht - ich bin (wir sind) bereit!" Weil sie nicht "aus Prinzip dagegen" sind, soll der Beitrag für den ASTA um 25% gesenkt werden. Und es soll Sitzkissen für die Hörsäle geben - da setz' di nieder! Auf ihren Flyern wirbt die Liste der Fakultät Wirtschaft mit dem Leuphana Logo. Dankt die Leuphana Universität Lüneburg so für die Unterstützung durch die (Achtung, personelle Überschneidungen) Gruppe Spoun4President bei den kürzlichen Präsidentenwahlen?

Liste 3: QuattroFAK - Vier Fakultäten EINE Liste
wirbt mit einem vierblättrigen Kleeblatt und verspricht auf ihren Plakaten: "Alles wird gut". Tatsächlich die einzige Liste mit Kandidaten aus allen Fakultäten, etwas Uwi-lastig. Liste 3 will nicht nur "glückliche Schweine", sondern "Eure Einzigartigkeit fördern" und das "reichhaltige studentische Angebot" erhalten. Weitere Ziele: Nachhaltiger, gerechter, diskriminierungsfreier, vielfältiger, bunter, studiengebührenfreier Campus mit Transparenz und Mitbestimmung. Mehr Schlagworte passen in kein Wahlprogramm.

Liste 4: Grüner und autofreier Campus
hofft mit grünem Layout und Sonnenblume auf die Erfolgsserie der neuen Volkspartei aufspringen zu können. "Grün ist Mode" Will einen autofreien, gemütlichen Campus, bessere Busanbindung und einen "einheitlichen Studentenausweis mit hohem Datenschutz". Understatement war gestern: Wer Fragen hat, darf sich an stupa@studenten-weltweit.de wenden.

Wahlempfehlung von LeuphanaWatch: Bis spätestens Mittwoch 16 Uhr wählen gehen!

Donnerstag, 19. Mai 2011

Varianten der Semesterticketwahl stehen fest

Von Montag bis Mittwoch wird an der Leuphana Universität Lüneburg gewählt. Der ASTA hat heute die Varianten der Semesterticketwahl bekannt gegeben. Zur Auswahl stehen:
Variante 1: Niedersachsen/Bremen-Ticket (ca. 112€)
- DB-Regionalverkehr in Niedersachsen/Bremen incl.
      - S-Bahn Hannover
      - Arriva
      - S-Bahn Hamburg nur Harburg-Stade
- Metronom Gesamtnetz
- RB Lüneburg-Lübeck
- Busse im Landkreis Lüneburg
- Radspeicher Bahnhof Lüneburg

Variante 2: HVV-Gesamtbereich PLUS Metronom Gesamtnetz (ca.
190€ SoSE, 195€ WiSe)

- HVV-Gesamtbereich
- Metronom Gesamtnetz
- RB Lüneburg-Lübeck
- Busse im Landkreis Lüneburg
- Radspeicher Bahnhof Lüneburg

Variante 3: Metronom Gesamtnetz (ca. 65€)
- Metronom Gesamtnetz
- RB Lüneburg-Lübeck
- Busse im Landkreis Lüneburg
- Radspeicher am Bahnhof Lüneburg

Variante 4: Kein Ticket (1,62€)
- nur Radspeicher am Bahnhof Lüneburg (nicht kurzfristig kündbar wegen langer Vertragszeiten)
Eine Erläuterung des Wahlverfahrens, die Wahlräume und -zeiten und die Varianten der Semesterticketwahl gibt es in der Wahlzeitung vom ASTA.

LeuphanaWatch hat für euch recherchiert (ohne Gewähr):
Streckenplan DB Regionalverkehr Niedersachsen
Metronom Streckennetz
HVV Gesamtbereich

Welches Ticket bevorzugst du?

Freitag, 22. April 2011

Studenten wählen neue Vertreter

Der ASTA hat baldige Neuwahlen bekannt gegeben. Grund ist das nahende Ende der Amtszeit des Studentenparlaments. In einer eMail werden alle Studenten aufgefordert, ihre Kandidaturen einzureichen:
Werte Studierende,

hiermit kündigen wir die Wahl der Studierendenschaft an!

Aufgrund des Ablaufes der Amtszeit des Studierendenparlamentes müssen die Gremien der "Verfassten Studierendenschaft" neu gewählt werden.

Die Wahl findet vom 23. bis 25. Mai statt, und die Bewerbungsfrist für KandidatInnen startet HEUTE!

Ihr könnt euch bis zum 6. Mai um 14.00 Uhr als KandidatInnen für Stupa und Fachgruppenvertretungen aufstellen lassen.

ALLE Infos in der offiziellen Wahlankündigung unter http://www.asta-lueneburg.de/fileadmin/images/wahlen/Wahl_SoSe_2011/Wahlankuendigung_2011_21_04_2011.pdf

Weitere Infos unter www.asta-lueneburg.de/wahl

Wir freuen uns auf eure Kandidaturen!

schöne Ostern wünscht der Wahlausschuss,
i.A. Caspar Heybl, stud. Wahlleiter

--
AStA Universität Lüneburg
- stud. Wahlausschuss -
Scharnhorststraße 1
21335 Lüneburg

Tel.: +49(4131)677-1510
E-Mail: wahl@asta-lueneburg.de
Internet: http://www.asta-lueneburg.de/wahl
Die Fristen sind sehr knapp, hoffentlich finden sich genug Kandidaten für die Wahlen.

LeuphanaWatch findet: Jetzt ist es an der Zeit für alle Facebookpolitiker in die richtige Politik überzuwechseln und sich einer Wahl zu stellen.

Montag, 13. Dezember 2010

Ohne Keller aus dem Keller

(Glosse)
Leuphana wagt den kompletten Neustart. Ohne Keller aus dem Keller

Oh, da hat wohl mein Gehirn mir einen kleinen Streich gespielt, der Restalkohol diverser Weihnachtsfeiern wird es wohl entschuldigen. Die Nachricht entstammt dem Sportteil. Hier trennt sich der VfB Stuttgart auf Grund der schlechten Ergebnisse von seinem Trainer. Doch wie sieht es in an der Leuphana aus? Werden hier jetzt die notwendigen Schritte eingeleitet, um den Co-Trainer gegebenenfalls 2012 auswechseln zu können?

Die Spannung, ob, wann und in welchem Umfang es zu einer Neugestaltung des Campus kommen kann steigt. Derzeit liegt alleine ein Bauantrag für das Zentralgebäude vor. Wann folgen das Parkhaus, das Hotel, die Studentenwohnheim und das Forschungszentrum? Soll das Außenanlagenkonzept mit dem Auto-Freien-Campus mit umgesetzt werden? Über die letzten Jahre sind so viele Optionsräume geschaffen, so viele unterschiedliche Finanzierungskonzepte vorgestellt worden, dass kaum noch einer weiß, was tatsächlich gebaut werden soll. Die Finanzierung selbst soll nach Aussagen von Keller in der Landeszeitung ja nie ein Problem gewesen sein.

Gleichwohl ist dem Senat zu raten, vorsorglich schon mal eine Findungskommission einzusetzen. Kann bei den bisherigen Verzögerungen nicht davon ausgegangen werden, dass alles so Rund läuft. Nur wenn man weiß, mit wem Hr. Keller in Konkurrenz steht kann man sich für den dann Besten entscheiden. Wettbewerb und Selektion sollte an einer unternehmerischen Universität nicht nur für die prekär Beschäftigten im Mittelbau gelten.

Samstag, 14. August 2010

Posten des Dekans noch unbesetzt

In allen vier zukünftigen Fakultäten fanden konstituierende Sitzungen statt. Als zukünftige Dekane wurden Prof. Wein, Prof. Ruck und Prof. Pez in den Fakultäten 2, 3 und 4 gewählt.

Hingegen ist der Posten in Fakultät 1 leer geblieben. Hier stellt sich weiterhin die Frage, ob etwa einer der aktuell neu berufenen Professoren sofort zum Dekan einer für ihn völlig unbekannten Universität aufsteigen soll? Oder ob dann doch eine externe Fakultätsleitung vom Präsidium eingesetzt werden muss.

Die an dieser Stelle erwähnte Hürde, dass für den Dekan keine Lehrdeputatskürzung mehr vorgesehen sein soll, scheint laut Gerüchten wieder vom Tisch zu sein [1].

Die weitere Entwicklung der Fakultät Lehren und Lehren bleibt somit spannend. Hierfür kann in diesem Fall aber mal nicht das Präsidium verantwortlich gemacht werden. Vielmehr muss aus dem eigenen, im Augenblick sehr geschrumpften Kreis, ein geeigneter Kandidat gefunden werden.

[1] http://leuphanawatch.blogspot.com/2010/07/wahl-der-dekane-in-3-von-4-fakultaten.html

Samstag, 12. Juni 2010

Leuphana-Kritik ist zurück

Irgendetwas scheint passiert zu sein. Sie sind wieder da. Die Kritiker. Nach langer Phase der Ruhe regt sich wieder vorsichtige Kritik auf dem Campus. Ganz unterschiedlich verpackt, in verschiedener Form, von mehreren Seiten.

Da tauchte die "Liste Leuphana" [1] auf, die einen fiktiven Wahlkampf für das Studierenden-Parlament führen wollte. Zunächst herrschte Unsicherheit, ob es sie tatsächlich gab. Dann war sie aber auf den Wahlzetteln nicht zu finden. Mit Hardcore-Leuphana-Unterstützung machte sie auf sich aufmerksam - und schuf sich viele Feinde. Dabei gab man lediglich in vielen Punkten die offizielle Linie der Universitätsleitung wieder, zugegebenermaßen etwas pointiert [2].

Einen ähnlich gelagerten Ansatz wählte vor kurzem die DGB-Hochschulgruppe Lüneburg [3]. Bei ihr war "exklusiv" eine "Sitzplatzreservierung für das neue Audimax" möglich [4]. First Class Comfort Sessel waren schon für 2199€ pro Monat zu mieten, normale Holzsitze für günstige 500€. "Jetzt zugreifen" warb man und reichte dazu Sekt und Kaviarhäppchen. Gratis waren nur "sozialer Abstieg / Existenzsorgen" zu bekommen. "Nicht mit uns" machte die DGB-Gruppe Mut und erklärte: Exklusivität, Zukunft, Karriere, Deutschlands Spitze. Sichere Dir jetzt Deinen Platz. Die erste Reihe sitzt im Lüneburger Audimax." Zahlreiche Studenten waren empört. Andere amüsierten sich, während ihnen ein kalter Schauer der Erkenntnis den Rücken hinunter lief. Die Kommerzialisierungs-Bestrebungen kamen ihnen sehr vertraut vor.

"10000 Studenten wären fatal" ließ Präsident Spoun am 29. Mai über die Landeszeitung verlauten und bestätigte damit letztlich doch, was er Jahre lang dementiert hatte. Die Universität solle nach einer kurzen Konsolidierung deutlich wachsen, hatte er 2007 in einem Vertrag mit der Stadt unterschrieben. Davon ist nun keine Rede mehr [5]. Während die große Politik gewohnt desinteressiert und abwartend reagiert, riefen Spouns Aussagen die Lüneburger Jusos auf den Plan. Sie forderten wieder mehr Studienplätze, um die negativen Folgen für Universität, kulturelles Leben und die ganze Region zu minimieren [6]. Sie sagten, was viele denken und wozu der Lüneburger ASTA schon früher Position bezogen hat.

Eine Renaissance der Kritik mag man erkennen und erleichtert auf die Nachrichten von morgen warten. In wie weit sich das allerdings auf den Kurs der Universität auswirkt, wird auch von der öffentlichen Resonanz abhängen. Und davon, wie die derzeitigen Senatswahlen ausgehen. Denn der jetzt gewählte Senat wird den nächsten Präsidenten wählen. Spätestens Anfang 2012 ist es soweit.

Quellen:
[1] http://www.liste-leuphana.de.tc
[2] http://www.liste-leuphana.de.tc (vgl. "Programm")
[3] Kontakt: hsg.lueneburg@dgb.de
[4] Flyer: Stark gegen den Ausverkauf der Hochschule"
[5] "10000 Studenten wären fatal", LZ vom 29. Mai 2010, Seite 10
[6] http://www.jusos-lueneburg.de/aktuelles/nachrichten/2010/127198.php