Donnerstag, 2. Februar 2012

STUPA: Lichtblick von Eklats überschattet

Sollte ein Watchblog für die Leuphana Universität Lüneburg so ausführlich über das Studentenparlament berichten? Seit Jahresbeginn dominiert das Thema unsere Beiträge und Kommentare. Wir finden: Ja, dass sollte es! Im vergangenen Frühjahr nahm die Auseinandersetzung um die Wiederwahl von Vizepräsident Holm Keller breiten Platz ein. Die aktuellen Auseinandersetzungen im Studentenparlament sind für die Zukunft von ähnlich gewichtiger Bedeutung.

Wie LeuphanaWatch berichtete, stehen sich zwei Blöcke gegenüber. Die politisch präsidiumsnahen Listen der Fachschaft BEM und des grünen autofreien Campus liefern sich einen heftigen politischen Stellvertreterkrieg mit der eher kritisch eingestellten Liste QuattroFAK und die Satireliste Leuphana. In mehreren Marathonsitzungen ist es mittlerweile gelungen, das Amt des Personalreferenten für den ASTA und einen der drei ASTA Sprecher zu besetzen. Die weiteren beiden ASTA Sprecherposten und das Amt des Finanzreferenten waren bis heute weiterhin offen.

Auf der heutigen Sitzung, die bereits am Abend endete, konnte nun überraschend eine zweite ASTA Sprecherin gewählt werden. Die mit knapper Mehrheit gewählte Kandidatin hatte zuvor angekündigt, für einen weiteren Wahlgang auf folgenden Sitzungen nicht mehr zur Verfügung zu stehen. Zu den Listen QuattroFAK und Liste Leuphana muss sich trotz der festgefahrenen Fronten mindestens eine Stimme aus den Reihen der Gegenseite gesellt haben. Das berichten gut informierte Quellen aus dem Umfeld des STUPA. (1) Trotz dieses Lichtblicks muss bereits jetzt festgestellt werden, dass durch das kontinuierliche Flatratewählen der Reputation der Kandidaten ein Bärendienst erwiesen wurde. Diese starten bereits geschwächt in ihre Amtszeit. Das gilt umso mehr, als eine Diskussion über die politischen Ziele der Kandidaten erneut nicht erfolgt sein soll. Offenbar scheint allein die Zugehörigkeit zu einem der beiden Lager ausschlaggebend zu sein.

Überschattet wurde die Sitzung von mehreren Eklats. Wie Sitzungsteilnehmer berichten, soll es zum heftigen Streit zwischen Abgeordneten der Liste 3 Campi (Fachschaft BEM) und Aktiven des PlanB gekommen sein. Eine weitere Auseinandersetzung erfolgte zwischen Parlamentariern des grünen und autofreien Campus und dem kommissarisch amtierenden Finanzreferenten des ASTA. Nach einer Äußerung der Parlamentarier soll der Finanzreferent angekündigt haben, im Falle der Wahl des ASTA Sprecherkandidaten der grünen autofreien Liste seine kommissarische Tätigkeit mit sofortiger Wirkung einzustellen. Eine Zusammenarbeit sei nach den gefallenen Aussagen nicht mehr möglich. (2) Nach wie vor ist es dem Parlament nicht gelungen, für das seit Monaten kommissarisch verwaltete Finanzreferat einen Nachfolger zu wählen. Eine Arbeitsniederlegung des derzeitigen Finanzreferenten hätte somit den unmittelbaren Stillstand sämtlicher Finanzaktivitäten der Studentenschaft zur Folge.

Das giftige Klima der Sitzung scheint darüber hinaus wilde Blüten getrieben zu haben. So haben Palamentarier der Fachschaftsliste BEM gegenüber anwesenden Gästen Worte geäußert, welche von mehreren anwesenden Personen als sehr unfreundlich empfunden wurden.

[An dieser Stelle hatte LeuphanaWatch über die Aussage eines Parlamentariers der Fachschaft BEM berichtet. Der Zitierte sah darin eine nicht näher dargelegte "Verletzung seiner Persönlichkeitsrechte" und setzte eine Frist zur Entfernung. Unserer expliziten Aufforderung kam er nicht nach, zur inhaltlichen Richtigkeit des veröffentlichten Zitats Stellung zu nehmen. Dennoch haben wir entschieden, als Geste des guten Willens auf die Bitte um Entfernung der benannten Textpassage einzugehen.
LeuphanaWatch, 17. Februar 2012]


Wie es angesichts der vergifteten Atmosphäre gelingen soll, einen dritten ASTA Sprecher zu wählen, bleibt vorerst das Geheimnis der Parlamentarier.

(1) LeuphanaWatch dankt für den Hinweis.
(2) LeuphanaWatch dankt für die zu diesen Ereignissen eingegangenen Berichte.

Kommentare:

  1. Im StuPa war es in der Vergangenheit üblich, dass vor allem inhaltlich und konsensorientiert gearbeitet wurde, Gästen wurde stets ein besonderer Respekt entgegengebracht und man hat sich über Anregungen von Außen gefreut. Zugegeben, von der Beschlussfähigkeit war man auch häufiger mal weit entfernt und es gab immer auch heftige Debatten. In den vorherigen StuPen war sicherlich nicht alles gut, aber man hat sich benommen und Sinnvoll gearbeitet. Das Bündnis aus GAU und BEM hat nun mit diesen Tugenden gebrochen und sich der Machpolitik verschrieben. Ich hoffe in diesen Reihen sitzen auch Leute mit Weitblick, die ihren Wortführern demnächst häufiger mal die Fraktionstreue versagen und das machen, was das Grundgesetz den Parlamentariern des Bundestages vorschreibt: sich NUR ihrem Gewissen verpflichtet fühlen. Ich habe in dieser Situation kein Verständnis für Leute die den Mund halten nur weil der Depp der laut schreit auf der gleichen Liste steht.

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  2. Ein paar Deppen die offensichtlich zu viel Zeit haben spielen ein wenig Politik - da erkennt man doch absolut keine Relevanz für irgendetwas. Sollen die weiter ihre Zeit verschwenden, es passiert doch sowieso nichts, egal wie diese dämliche Astawahl nun ausgeht oder was das Stupa macht.

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    1. Semesterticket, Kinderbetreuung, Kulturveranstaltungen, Kino, politische Vertretung, Sonar-Festival, Fahrradselbsthilfewerkstatt... ich glaube den Unterschied ob es einen AStA gibt, oder nicht merkt jeder Studierende.

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    2. "Semesterticket, K[...] ewerkstatt... ich glaube den Unterschied ob es einen AStA gibt, oder nicht merkt jeder Studierende."

      Das stimmt. Und was hat das mit dem StuPa zu tun?
      Denn das hat in den letzten Jahren sich leider viel zu wenig mit diesen Dingen beschäftigt... und ich sage das als ehemaliges StuPa-Mitglied.

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    3. der selbe Anonym wie der von 02:202. Februar 2012 um 13:37

      Das Mindeste, was ich vom StuPa erwarte ist, dass die ParlamentarierInnen dafür sorgen, dass der AStA arbeitsfähig ist. Eigene Projekte und innovative Ideen sind dann die Kür zur Pflicht. Oder um es anders zu sagen, ein gutes StuPa bringt sich aktiv und positiv in das Leben auf dem Campus ein, unterstützt den AStA und die Initiativen soweit es irgendwie möglich ist und profiliert sich als handlungsfähiger Akteur von dem sich die Studierenden vertreten fühlen. Ein mittelmäßiges StuPa sorgt dafür, dass es irgendwie weitergeht (Ämter besetzen, Gelder verteilen) und das der AStA eine grobe politische Rahmenrichtlinie hat. Ein Miserables StuPa steht Leuten die sich engagieren wollen im Weg, verbrennt Kandidaten und gefährdet die Handlungsfähigkeit der gesamten verfassten Studierendenschaft.
      Da das aktuelle StuPa seine 100 Tage im Amt noch nicht voll hat, halte ich mich mit einer Bewertung zurück, aber es sieht im Moment nicht rosig aus.

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    4. Gäbe es ein "Like"-Button für diesen Kommentar, ich würde ihn drücken!

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  3. Was glaubt der jetzige Finanzreferent, wer er ist?! Er mischt sich von außen in das Wahlgeschehen des StuPa ein! Gut er ist Vertreter auf einer Liste. Rechtfertigt es solche aussagen zu treffen? Er wollte doch schon seit Ewigkeiten aufhören, vergrault regelmäßig potenzielle Nachfolger und nun das! Macht er das, weil er blöd ist oder hat der Job ihn blöd gemacht?

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    1. So ein Kommentar kann nur von einem kommen, der sich nicht ausreichend mit dem Thema befasst hat.

      Kennst du die Vorgeschichte zu der Aussage des Finanzreferenten?

      WEißt du, dass der Finanzreferent die beiden letzten KAndidaten beide für fähig eingestuft hat?

      Weißt du, dass im StuPa jeder Studi rede-und antragsberechtigt ist und somit nach Satzung auch ein Kommentar zur Wahl abgeben kann?

      Bitte erst informieren und dann vernünftig argumentieren, nicht Leute stur als "blöd" darstellen. Wir sind hier an einer Uni und nicht im Kindergarten.

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    2. Man kann Ehrenamtliche wohl kaum dazu zwingen mit irgendwem zusammen zu arbeiten. Wenn ich mich engagiere und das Arbeitsumfeld kein vertrauensvolles mehr ist, nehme ich auch meinen Hut. Das steht jedem frei.

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    3. Ich möchte auch auf die in der Satzung sowie Finanzordnung festgelegten weitreichenden Kontrollrechte/pflichten der FinanzreferentIn hinweisen, sowie auf die nicht gerade geringe Arbeitsbelastung.
      Vor dem Hintergrund, das Fried bereits seit einem halben Jahr das Amt weitergeben möchte, um sich um Studium und Studienfinanzierung zu kümmern (was kein Geheimnis ist), ist es nachvollziehbar, wenn er seine weitere Arbeit von sozialen Faktoren wie Zusammensetzung und Arbeitsschwerpunkten des Leitungsteams abhängig macht.
      Dass es BewerberInnen gab, denen die finanzielle Vergütung (bzw. korrekterweise: die Aufwandsentschädigung für ein politisches Ehrenamt) zu gering bzw. die politische Verantwortung zu viel war, ist auch kein großes Geheimniss.

      Das Finanzreferat ist das Rückgrat der Studierendenschaft, und der/m ReferentIn das Leben schwerzumachen, ist der sichere Weg in die Zwangsverwaltung. Ich denke da an eine Person, die bis vor kurzem im Vorstand einer Fachshaft war, und sagte: "Ich mach doch genausoviel wie das FinanzRef, den Job kann jedeR machen". Tja. Besagte Person hat leider nicht kandidiert, um den Beweis anzutreten.
      Wenn Fachschaften anfangen, Fördervereine zu gründen, um ihre Erstsemsterparties ausserhalb der offiziellen Buchführung zu finanzieren, würde ich als Finanzreferent auch (k)irre werden. Da läuft einiges, wo das Finanzreferat eigentlich viel zu nett ist. Ihr könnt ja mal den Stupa-Haushaltsausschuss befragen, was so alles auf dem Tisch landet.

      Hmm, worauf wollte ich eigentlich hinaus?
      Ahja: Fried klebt nicht an seinem Sessel. Und das StuPa macht(e) es ihm bzw. der zukünftigen ReferentIn nicht leicht.

      Ich sag nur: "18 € Semesterticket-Rückzahlung an ALLE Studis." - ich warte seit 9 Monaten auf das Antragsformular.

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    4. Hallo Lennart,
      Hallo Anonym Feb 1, 2012 10:54 PM

      Hier mal einige für Dich notwendige Paragraphen:

      Satzung Studierendenschaft:
      § 3 (2) Jedes Mitglied der Studierendenschaft hat das Recht, sich an die Organe der Studierendenschaft zu wenden und dorthin seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern.

      § 8
      Allgemeine Regeln für Gremienmitglieder
      (1) Die Mitglieder in den Organen oder sonstigen Gremien der Studierendenschaft haben durch ihre Arbeit dazu beizutragen, dass das Gremium seine Aufgaben wirksam erfüllen kann.

      §22 (2)
      Bis zu einer Neuwahl bleiben das SprecherInnenkollektiv, die Finanzreferentin und die Personalreferentin kommissarisch im Amt.

      § 19 der Finanzordnung der Studierendenschaft
      (1) Zahlungen dürfen nur von den Kassenverwalterinnen aufgrund schriftlicher Anordnung (Kassenanordnung),die von der Referentin für Finanzen zu unterschreiben ist, angenommen oder geleistet werden.

      § 8 GO des AStA
      Zuständigkeit der Sprecherinnen
      Die Aufgabe der Sprecherinnen besteht in der verantwortlichen Leitung der Gesamtaufgabe des AStAs. Ihre Zuständigkeit umfasst allgemeine Aufgaben und die Führung der regelmäßigen Geschäfte sowie die Aufgaben, die nicht durch ein Referat abgedeckt werden. Außerdem können sie alle Aufgaben übernehmen, die nicht durch die Referentinnen im Rahmen ihres Aufgabenbereiches wahrgenommen werden. Die Sprecherinnen teilen sich den gesamten Aufgabenbereich gleichmäßig untereinander auf. Ihre Aufgabe ist insbesondere auch die Leitung der AStA-Sitzungen.

      Der Finanzreferent hält sich für ein Mitglied der Studierendenschaft. Damit kann er seine Meinung im StuPa vertreten. Da er kommissarisch im Amt ist, bis jemand anderes gewählt ist, kann er nicht ohne besonderen Grund seine Tätigkeit einstellen. Es liegt dann doch am StuPa, welches keinen Nachfolger gewählt hat, dass er immer noch im Amt ist. Du kannst jedoch sicherlich hier anonym erläutern, auf welche Art und Weise er potenzielle Bewerber vergrault? Scheinbar ist dies ja so nachhaltig, dass die Bewerber nicht durch Informationen Dritter, etwa von Dir, wieder umgestimmt werden konnten.
      Warum macht er so was? Vielleicht weil er dumm ist oder dumm geworden ist, wie Du es schreibst. Vielleicht, weil aus seiner Sicht jegliche Grundlage einer vertrauensvollen Zusammenarbeit zu dem AStA-Sprecher-Kandidaten zerstört ist. Wer weiß? Vielleicht, weil er nur auf den passenden Anlass wartet, um endlich den Schlüssel hinter der Tür zudrehen zu können? Vielleicht, weil er dazu beitragen möchte, dass die Gremien ihre Aufgaben wirksam erfüllen können. Oder er dem Kandidaten nachhaltig vergraulen möchte? Frage ihn doch mal persönlich!

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  4. Es liegt allein an Fried, dass die Zahlung nicht erfolgt ist! Hat er selbst auf einer Sitzung im StuPa zugegeben. Also Caspar, du weißt nicht Bescheid.

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    1. Und das behauptet jetzt wer? Anscheinend sitzt du ja im StuPa, also bitte mal Flagge zeigen.

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    2. Tja, auf dieser Sitzung war ich dann wohl nicht. Mein letzter Stand ist, dass der Haushaltsausschuss das zusammen mit dem Finanzreferat in die Weg leitet. Warum auch immer das zur Zeit nicht geschieht, was z.B. am kommisarischem Status des Finanzreferenten liegen könnte, oder auch an fehlenden Mittel- und Stellenzuweisungen durch das StuPa, so sollte das StuPa in der Lage sein, das Verfahren mit den entsprechenden Beschlüssen einzuleiten.
      Und ausserdem: "Zahlung nicht erfolgt"? Kann ich bitte erstmal meine Kontodaten einreichen?

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    3. Wenn jemand nun ein Antragsformular über alle Listserver verschickt, müssen wir uns über die Arbeitsfähigkeit des Finanzreferats keine Sorgen mehr machen. Die sind dann bis September mit abtippen und buchen beschäftigt. Die Organisation der Rückerstattung sind durchaus Aufgaben die der HHA dem Finanzreferenten abnehmen könnte.

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  5. Übrigens wie kann es sein, dass der StuPa Vorsitz sich nicht an die eigene Satzung und Tagesordnung hält? Warum berichtet der WB das nie?
    Ok, weil QuattroFak AsTa nah ist und man die eigenen Leute nicht kritisiert. Wenn immer nur auf die eine Seite draufgehauen wird ist dieser Blog nicht neutral, nein vielmehr hat er die Scheu-Klappen auf.

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    1. Das stimmt in regelmäßigen Abständen lässt sich feststellen: Der neue QuattroFak Vorsitz hat keine ausreichende Leitungskompetenz und kennt die eigenen Ordnungen nicht.

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    2. "Übrigens wie kann es sein, dass der StuPa Vorsitz sich nicht an die eigene Satzung und Tagesordnung hält? Warum berichtet der WB das nie? "

      Hast du ihn schonmal darauf hingewiesen oder dazu was geschrieben?

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    3. Jeder neue Vorsitz darf sich ein paar Wochen einarbeiten. Die beiden machen das sehr gut und sie sind stets um Neutralität bemüht. Dass sie ein Statement in die Tagesordnung einschoben, war vernünftig, offen und freundlich. Andere wollten die Antragstellerinnen einfach sechs Stunden warten lassen, wofür man dann 10 Minuten gebraucht hätte. Dabei waren sie die einzigen Personen, die dort auf das StuPa warten mussten. Sicherlich kann man nicht immer die Tagesordnungspunkte über den Haufen werfen. In diesem Fall wäre es kein Problem gewesen.

      "Jeder sollte sich mal selbst reflektieren" (ein Parlamentarier). Mitgefühl, Respekt und Offenheit fordern viele nur für sich selbst ein.

      Beste Grüße

      PS: Ich schreibe hier übrigens so viel, weil es keine vernünftigen, öffentlichen Protokolle mehr gibt.

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    4. @ "M. Fabian" Feb 2, 2012 06:33 AM:
      Es ehrt mich nun wirklich, wenn so viele Menschen meinen, mir Aussagen durch die Wahl geschickte Wahl eines Nicknames unterschieben zu können. Strahlt mein Name so viel Glaubwürdigkeit, Charakter und Kompetenz aus, dass ihr alle daran teilhaben wollt? ich habe ja nichts dagegen, aber dann beachtet bitte auch die Kommasetzung, denn Grammatikfehler sind mir wirklich peinlich. ;)

      Ich möchte nochmals fragen: Möchtet ihr nicht langsam mal damit beginnen, inhaltliche Argumente auszutauschen, anstatt unter meinem Namen Verwirrung zu stiften? Ich gebe immer meinen richtigen Namen an, damit Aussagen politisch zuzuordnen bleiben. Ich fordere alle anderen Personen auf, selbiges zu tun. Vielleicht trägt das ja zur Diskussionskultur bei. Ergänzend möchte ich darauf hinweisen, dass die ganz hervorragenden Posts von Caspar inhaltlich bislang vollkommen unwidersprochen geblieben sind. Sollte es wirklich keine Gegenargumente geben, bitte ich das StuPa, auf der nächsten Sitzung auch entsprechend zu handeln. Ich erwarte dann ein eindeutiges Wahlergebnis.

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  6. Herrlich, ein Haufen von Leuten, die sich selbst profilieren wollen. Ich frage mich, wer von denen Morgens noch in den Spiegel gucken kann!?

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  7. Och Leute lasst doch mal dieses ständige nutzlose geschimpfte sein, die Diskussion zu diesem Beitrag begann durchaus inhaltlich. Ich hätte hier mal eine Frage zur Anregung:
    Wie kann das StuPa nun schnellstmöglich dafür sorgen, dass der neue AStA handlungsfähig wird?
    Ich denke, dass sollte im Interesse aller Listen liegen, vor allem da sich Teile des SprecherInnenkollektivs, welches jetzt komissarisch im Amt ist durchaus mit der GAU und der BEM angelegt haben. Von der kühlen Stimmung zum Finanzreferenten mal ganz zu schweigen. Ist da der Quattro-Kandidat nicht attraktiver?

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  8. Caspar Heybl schafft es nicht in geschätzten 20 Semstern nach drei versuchten Anläufen einen Studienabschluss zu erreichen. Aber hier den grossen Max raushängen lassen.
    Ich habe den Eindruck, der kann nichts anderes, als hier zu propagandieren und zu agitieren.
    Wenn er sich nur halb so intensiv um sein Studium gekümmert hätte.

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    1. Dein Kommentar ist zu tiefst beleidigend. Ich fordere dich auf, umgehend eine Entschuldigung an Caspars Adresse zu richten. Wenn ich Caspars sehr gute Kommentare lese, sehe ich nirgendwo Propaganda oder Agitation. Es ist ein bedauerlicher Reflex, andere politische Meinungen so zu diffamieren. Was hier zu Personen geäußert wird, die sich jahrelang um die Studierendenschaft sehr verdient gemacht haben, ist beschämend für die ganze Uni.

      Bis jetzt warte ich auf eine inhaltliche Auseinandersetzung mit AnhängerInnen und ParlamentarierInnen der Liste 3 Campi und GAU. Ich würde mich freuen, wenn es endlich dazu kommen könnte. Welche Argumente sprechen für die beiden verbliebenen Kandidaten, welche dagegen? Zugehörigkeit zu Listen einmal ausgeschlossen. Bitte, ihr dürft vorlegen!

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    2. Wer keine Argumente hat, greift den Schreiber persönlich an. Gibt es irgendeine Korrelation zwischen den von Caspar gewählten Worten und seiner Studiendauer? Würdest Du die Worte anders beurteilen, wenn sie von jemand aus dem 3. Semester kommen würden?

      Man muss Caspar ja nicht als Vorbild in seiner Lebensplanung nehmen. Doch die von ihm hier gemachten Aussagen sind wohl für alle Mitglieder im StuPa von Bedeutung. (Ja Ph., auch für die Mitglieder_innen).

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    3. (Ja Ph., auch für die Mitglieder_innen)

      Muss das nicht Ohneglieder.innen heissen?

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  9. holländischer Maler3. Februar 2012 um 21:21

    Ich prognostiziere, dass jetzt ein langes schweigen oder weitere persönliche Angriffe folgen :-)

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  10. Prognose erfüllt.

    Im Bezug auf einige vorige Kommentare: Ja, der Vorsitz macht das sehr gut. Übrigens auch interessant: Da wollen Fachschaft und GAU unbedingt gemeinsam einen Kandidaten setzen (eigentlich ja zwei - eine der bereits gewählten Kandidierenden ist aus der GAU-Liste, und das bei lediglich 3 Sitzen dieser Liste), schaffen es aber nicht, Interessierte aus ihren eigenen Reihen für den - weniger ruhmvollen, weniger machtreichen - Job des StuPa-Vorsitzes zu finden. Engagement dann bitte nur auf Posten, die auch richtig etwas versprechen.

    Und was das Versprechen angeht: Der von der Fachschaft und GAU präferierte Kandidat ist nicht wählbar, weil er mit der AStA-Arbeit nichts am Hut hat und dies auch nur begrenzt vorhat. Er möchte netzwerken - was angesichts der aktuellen Situation und seiner vehementen Unterstützer nur bedeutet: er soll derjenige werden, der für die Fachschaft und das Präsidium im AStA sitzt, alles mitbekommt und die entsprechende (Nicht-)Politik macht.
    Eigene Ideen? Nicht vorhanden.
    Die Art und Weise seines Agierens erinnert nicht daran, dass der AStA-Vorsitz für die Studierenden da sein soll, sondern vielmehr geht es ihm darum, sich selbst auf einer entsprechenden Position sitzen zu sehen und mit den entsprechenden "hohen Tieren" an der Uni hand-shake zu betreiben.

    Wie überall in der Uni soll eben nun auch die Studierendenschaft um die kritischen Kräfte bereinigt werden. In den Fakultäten läuft das gerade ebenso - Leute setzen und andere vergraulen, rein nach Taktik und Wohlwollen, nicht nach Inhalten und dem Wunsch, tatsächlich auch Menschen zu vertreten.

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  11. Der BEM und GAU Kandidat befürwortet Studiengebühren und dieses Zentralgebäude, zwei Positionen, die krass gegen den bisherigen AStA stehen, wieso man jemanden zum Sprecher eines Gremiums machen will, das gegenteilige Meinungen hat, ist mir ein Rätsel. Da sollte das StuPa doch selbst erst mal eine Position finden und im Zweifel den Gesamten ASta nach den eigenen politischen Vorstellungen Wählen.

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  12. Ich weiß nicht ganz, wie ich den vorherigen Post verstehen soll, aber folgendes gebe ich zu bedenken. Der AStA hat keine "eigene" Meinung zu vertreten, sondern die der Studierendenschaft.
    Wenn man sich das StuPa-Wahlergebniss anschaut, dann muss man zu dem Schluß kommen, dass es nur eine Haltung des AStA geben darf. Keine Pro und keine Contra. Eine kritisch begleitende ist die einzige.

    Ich und viele andere, die ich kenne, fühlen sich nicht vom AStA vertreten. Wahrscheinlich aber auch nicht von dem "anderen" Lager, würde es den AStA "bestimmen".
    Das Studiengebühren von der Studierendenschaft nicht befühwortet werden, davon kann man mal ausgehen, aber wieso hat der AStA so eine klare contra Haltung gegen das Audimax? Woher weiß es, dass es die Haltung der Studierendenschaft vertritt?

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    1. Kann es sein, dass Du den Unterschied zwischen repräsentativer Demokratie und einem Rätesystem nicht verstanden hast? Daher ist es auch wichtig, wer in den AStA gewählt wird.

      Falls über Monate und Jahre Fragen zum Zentralgebäude nur unzureichend, ausweichend oder überhaupt nicht beantwortet werden kann schnell der Eindruck entstehen, der AStA sei grundsätzlich gegen das „Audimax“.
      Doch waren und sind die Fragen zur Finanzierung, der Parkplatzsituation, den fehlenden weitere kleine Hörsäle, der Nutzung des Audimax durch Lehrveranstaltungen wie dem Baustandort mitten im Bestand alle unangemessen gewesen?
      Findest du die aktuelle Parkplatzsituation optimal? War dies nicht vorhersehbar? Waren die Fragen hierzu in der Vergangenheit vielleicht doch richtig? Ist es nicht auch die Aufgabe des AStA sich für Minderheiten einzusetzen? In diesem Fall muss die Führsorgepflicht mal den Anwohnern und den auf ein Auto angewiesene Personen zukommen.

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    2. "Der AStA hat keine "eigene" Meinung zu vertreten, sondern die der Studierendenschaft."

      Da man nicht zu jedem Zeitungsartikel eine Befragung der gesamten Studierendenschaft durchführen kann, wählt man Menschen in ein Gremium das die Geschäfte für die gesamte Studierendenschaft regeln und diese vertritt. So etwas nennt sich repräsentative Demokratie. Die Legislative (StuPa) setzt regelmäßig die Rahmenrichtlinien fest und wählt sich eine Exekutive (AStA) welche das Tagesgeschäft erledigt. Damit diese auch politisch handeln kann ist es erforderlich, dass sich das Gremium über aktuelle Prozesse eine Meinung bildet und entscheidet wie welche Prozesse an der Hochschule begleitet werden. Das Gremium braucht also eine eigene Meinung die es vertreten kann, im Idealfall, sorgt die Wahl dafür, dass der AStA repräsentativ die Studierendenschaft widerspiegelt.
      Die langfristige intensive Beschäftigung mit hochschulpolitischen Themen, sorgt natürlich in einigen Fällen dafür, dass die Meinung des Gremiums, aufgrund des Wissensvorsprungs, nicht mehr die ist, die man bei einer Befragung mehrheitlich in der Studierendenschaft antreffen würde. Natürlich sollte das Gremium seine Basis informieren und mitnehmen. Im zitierten Beispiel Campusentwicklung passiert dies über regelmäßige AStA-News und zum Beispiel über die Sonderausgabe der AStA 2.0. Es ist leider kaum möglich 5 Jahre Prozess und ein so komplexes Thema allen Studierenden umfangreich zu vermitteln, dennoch muss der AStA den Prozess begleiten. In solchen Themenbereichen scheitert aus meiner Sicht Basisdemokratie, man könnte auch wohl kaum basisdemokratisch auf Bundesebene eine Neuordnung der Finanzmärkte abstimmen, da nur eine Hand voll Menschen den Themenbereich überhaupt umfassend überblicken. In unserem demokratischen System sind wir also darauf angewiesen gelegentlich unseren Regierungen zu vertrauen, wenn wir uns nicht selbst umfassend in die Themenbereiche einarbeiten wollen. Dann müssen wir die Kontrolle unseren Medien und den Menschen die sich einarbeiten überlassen. Jeder Studierende hat die Möglichkeit regelmäßig zu den AStA Sitzungen zu kommen und die aktuellen Themen mit zu diskutieren, eigene Anträge einzubringen und auch eigene Tagesordnungspunkte zu bekommen. Jeder kann also den politischen Kurs des AStA beeinflussen und eigene thematische Schwerpunkte einbringen. Ein Thema welches vielleicht besser als Beispiel taugt, um den repräsentativen Charakter des AStA deutlich zu machen, ist die Stellungnahme zum Studienmodell. Hier kann ich keine Antihaltung erkennen, sondern sehe eine umfassende Betrachtung mit konkreten Verbesserungsvorschlägen (http://www.asta-lueneburg.de/fileadmin/images/Stellungnahmen/2011-11-16_Stellungnahme_Studienmodell.pdf). Wenn jemand die Meinungen des AStA nicht nachvollziehen kann, ist er/sie herzlich eingeladen einfach nachzufragen, viele Dinge müssen vielleicht einfach besser erklärt werden. Eine breitere Beteiligung der Basis an den Prozessen, würde sicherlich auch dem AStA helfen.
      Ich möchte am Ende noch mal deutlich machen, dass das Geschriebene meine persönliche Meinung ist und nicht im AStA besprochen und abgestimmt wurde.

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  13. Der AStA hat keine klare Haltung zum Audimax, es gibt keine abschließende Stellungnahme zu dem Gebäude. Der AStA kommentierte immer in die Richtung: Das, was gebraucht wird, soll gebaut werden. Kritische Begleitung heißt in dem Fall: Fragen stellen, auf Fehler und Mängel hinweisen, kritisieren.

    Im AStA gibt es immer mehrere Meinungen, auch bei den SprecherInnen (deswegen gibt es drei davon, damit auch Entscheidungen getroffen werden können), problematisch wird es erst, wenn es den Leuten nicht mehr um den AStA an sich geht, sondern um Positionen und Einfluss.
    AStA-SprecherInnen haben aber vorangig mit Verwaltung zu tun und damit, den Studierenden und dem Gremium "AStA" zuzuarbeiten. Leider kämpft nun ein Teil des StuPas, der den AStA nicht einmal zwangsläufig als wertvoll einschätzt, um Machtpositionen. Die Existenz einer politischen Vertretung - egal, ob pluralistisch oder einstimmig - ist dieser Liste im StuPa nicht wichtig bzw. sie lehnt eben diese sogar ab, weil dabei Meinungen öffentlich geäußert werden könnten, die ihnen nicht passen, die nicht dem entsprechen, die Universität und ihre Leitung in den Himmel zu heben und beim Marketinggefasel mit zu machen. Kurz: Alles, was hinterfragt, ist für diese Liste ein Dorn im Auge.

    Und das ist das Problem - dass eine politische Vertretung (um das politische Mandat ringen Studierendenschaften in anderen Bundesländern immer noch) an dieser Universität zu einer potentiellen Gefahr wird. Und dass deswegen die präsidiumsnahe Liste im StuPa genau diese politische Meinungsbildung unterbinden möchte. Stichwort: Service-AStA.
    Wording: "Wir müssen unsere Universität unterstützen" (alles andere als in das Leuphana-Gejubel einzusteigen ist böse).

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  14. Ich glaube du bist dir selber deiner Übertreibungen bewusst. Den gleichen Beitrag hätte man auch über die andere Seite schreiben können mit eben jenen gleichen Übertreibungen in die andere Richtung.
    Es ist doch völliger Quatsch, dass hier eine List der Leuphana Obrigkeit in den Arsch kriechen will. Aber wie gesagt es gibt auch Listen, die einen völlig anderen Kurs fahren und sich grundsätzlich gegen alles aussprechen was die Leuphana veranstaltet. Und diesen Kurs gilt es zu durchbrechen, weil der ebenso unproduktiv ist wie der von dir oben suggerierte. Aber leider eben der im Moment vorherrschende.
    Vernunft ist das Schlagwort, Keine ideologisch aufgeladenen und unhinterfragten Meinungen durchboxen sondern vernünftige Entscheidungen treffen.

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    1. Stimmt überhaupt die Aussage, dass gegen alles, was die Leuphana veranstaltet sich ausgesprochen wird? Welche Kritik gab es am Ausbau der Dachgeschosse? Welche am neuen Studienmodell „Leuphana +“? Gab es schon Kritik am „College Tutorium“, welchem seit diesem Wintersemester angeboten wird?

      Diese von den einen als vollständige Anti-Haltung gesehene Politik gibt es doch auch nicht. Er muss dadurch auch nicht durchbrochen werden. Vielmehr stellt sich die Frage, wieso nicht zu dem einem Thema zusammen ein Missstand beseitigt werden kann obgleich bei anderen Themen es klare Meinungsverschiedenheiten gibt. Warum sind selbst kleinste Änderungswünsche an den Plänen der Leuphana so häufig ein Kapitalverbrechen? Weshalb haben so viele Personen, welche neu an die Universität kommen und für das Präsidium arbeiten, noch nie etwas von Mitbestimmung gehört? Wieso darf es keine Pluralität mehr auf dem Campus geben? Wenn wir alle nur noch Leuphana sind, wer muss sich dann wem anpassen? Müssen wir alle dieselbe Sprache benutzen und das gleiche essen und denken? Ist Leuphana-Essen vegan, vegetarisch oder darf es regionales Fleisch sein? Der Allmachtanspruch und die Gleichmacherei von Leuphana ist jedoch ein grundsätzliches Problem. Hier zeichnen sich Tendenzen ab, die zu einer Missachtung der Menschenrechte führen können. Wo genau ist der Punkt, ab wann für Dich Kritik erlaubt ist? Wenn Menschen sterben? Oder wenn sie ihren Arbeitsplatz verlieren? Wenn alle uniformiert zum Fahnenapell erscheinen? Oder sie auf dem Marktplatz ein aus Menschen geformten Kristall darstellen? Dürfen die Interessen des eigenen Studienganges noch vertreten werden oder nur noch die Interessen des größten Studienganges? Warum zwingt einem die Universität überhaupt, dass sich alle Studiengänge auf einen gemeinsamen Lebensstil einigen müssen? Wieso sind mehrere Veranstaltungen am Abend der Absolventenfeier automatisch Kritik an Leuphana wenn sowieso nicht alle Absolventen in einen Raum passen? Wieso kann es nicht im Vamos, im AStA-Wohnzimmer und in der Mensa verschiedene Veranstaltungen nach verschiedenen Konzepten geben? Und die Menschen können frei sich entscheiden, zu welcher Musik sie lieber abtanzen? Warum sind die Studierende so blöd und lassen sich spalten? Warum vertreten sie nicht gemeinsam eine gewünschte Pluralität gegenüber dem Präsidium? Oder möchtest Du Dir von Uwis sagen lassen, was Du zu essen hast und von Kuwis, wie Du zu gendern hast? Du magst doch auch individuelle Freiheiten! Dann verteidige sie!

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    2. AnonymFeb 4, 2012 07:27 PM: I like!

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  15. LeuphanaWatch hat ein Zitat gegen Ende des Beitrags entnommen und einen entsprechenden Hinweis eingefügt. Wir verweisen auf die näheren Erläuterungen an dieser Stelle.

    LeuphanaWatch, 17.2.12

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