Mittwoch, 25. Mai 2011

Klage gegen Audimaxbauplan

Man stelle sich vor: Auf dem Grundstück nebenan wohnt Nachbar H.K. Er plant plötzlich mit Hilfe der Stadt eine Straße über unser Grundstück. Auf die Idee, vorher mal bei uns vorsichtig nachzufragen, ist er nicht gekommen. Er tut es einfach und die Stadt hilft ihm dabei.

Wer wäre da nicht richtig sauer?

Diese absurde Situation gibt es wirklich und zwar direkt am Campus der Leuphana Universität Lüneburg. Die plant gemeinsam mit der Stadt eine Zufahrt für ihr Audimax-Parkhaus, nur geht sie dummerweise auf einem 2,2 Meter breiten Streifen über das benachbarte Grundstück. Die Landeskrankenhilfe, der die Grundstücke hinter dem Vamos gehören, will sich diese Quasi-Enteignung verständlicherweise nicht bieten lassen.

"Krankenkasse legt Uni Stein in den Weg!" - so schreibt heute die Landeszeitung auf Seite 3. Die Landeskrankenhilfe ist vor das Oberverwaltungsgericht gezogen. Sie will den Bebauungsplan kippen, der Grundlage für das Audimax der Leuphana Universität Lüneburg und die Parkhauszufahrt ist.

Der derzeitige Vizepräsident Holm Keller bleibt locker: "Wir wissen davon" bestätigte er der LZ und ist entspannt, weil sich die Klage gegen die Stadt richtet. "Und wir unterstützen die Stadt." Ob diese Unterstützung rein moralisch ist oder ob die Universität rechtlichen Beistand organisiert, wurde leider nicht verraten. Ein neuer Einsatz für Kellers McKinsey-Anwältin aus Berlin, die in Sachen Audimax schon öfter aktiv gewesen sein soll?

Eigentlich müsste es in der LZ heißen: "Krankenkasse wehrt sich gegen Schildbürgerstreich"!

LeuphanaWatch dankt für den Beitrag, den wir per eMail erhalten haben.

Kommentare:

  1. Wie werden den die Chancen auf Erfolg eingeschätzt? Hat so eine Klage eine aufschiebende Wirkung? Oder geht es da "nur" um Entschädigungszahlungen?

    Letztlich ist es sowieso bescheuert, mehrer Einmündungen in die Uelzener Straße auf so wenig Meter zu haben. Auf eine der beiden könnte doch verzichtet werden!

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  2. Auf Grund des Lärmgutachtens muss es mehrere Einfahrten geben.
    Die Stadt möchte da, falls es ihr irgend jemand bezahlt, ein Kreisverkehr einrichten.

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